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Clement erwägt Rücktritt als
SPD-Vize nach Wahl in Hamburg

16. Feb 2004 10:22
Wolfgang Clement
Rückzugspläne von Clement als SPD-Vize wurden bereits mehrfach dementiert. Laut Medienberichten bemühen sich Schröder und Müntfering bislang ohne Erfolg, ihn von dem Rücktritt abzuhalten.

Wirtschaftsminister Wolfgang Clement erwägt, nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg sein Amt als stellvertretender SPD-Vorsitzender aufzugeben. Das berichtet die «Welt». Demnach hat Clement vor dem Landesparteitag der nordrhein-westfälischen SPD am vergangenen Wochenende gegenüber Vertrauten mehrfach durchblicken lassen, er wolle unter Franz Müntefering nicht mehr lange als SPD-Vize zur Verfügung stehen.

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Aus dem persönlichen Umfeld Clements hieß es, Clement werde seinen Rücktritt aber auf keinen Fall vor dem 29. Februar, dem Tag der Hamburger Wahl, bekannt geben. Er wolle nicht als «Sündenbock» für ein schlechtes Wahlergebnis der SPD dienen, hieß es.

Mehrere Gespräche mit Clement

Clement selbst wollte sich der Zeitung gegenüber nicht äußern. Er sagte, Fragen dazu habe er in Berlin schon nicht beantwortet. Dort hatte er entsprechende Gerüchte vergangene Woche dementiert. «Die Welt» berichtet aber, sowohl Bundeskanzler Gerhard Schröder als auch Müntefering hätten versucht, Clement von seinem Rücktritt abzuhalten. Die Gespräche hätten jedoch «keine abschließende Klärung» gebracht.

Ein führendes Mitglied der SPD-Fraktioin hatte der Netzeitung am Freitag ebenfalls bestätigt, dass Clement voraussichtlich auf sein Amt als SPD-Vize verzichten will. Ludwig Stiegler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, nannte solche Spekulationen «Quatsch». Er sagte, möglicherweise hätten Einzelpersonen ein Interesse daran, dass solche Gerüchte gestreut würden.

Auf dem Parteitag in Bochum und in einem «Spiegel»-Interview lobte Müntefering Clement ausdrücklich. Er sei der Stürmer in Schröders Team. «Man braucht einen, der den Mut hat, auch schwierige Dinge anzupacken», sagte Müntefering dem Magazin. In Bochum sagte er: «Wenn wir das vernünftig miteinander spielen, Wolfgang, können wir dazu beitragen, dass Deutschland auf einen guten Weg geht.» (nz)

 
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