Gerster wies die Rücktrittsforderungen an ihn zurück. «So lange ich das Vertrauen der Regierung habe, bleibe ich an Bord», sagte der BA-Chef am Dienstag in Frankfurt am Main. Die neuen Vorwürfe gegen ihn bezeichnete Gerster als «Scheinwidersprüche».Aufschluss zur Klärung der Vorwürfe wird ein interner Prüfungsbericht bringen, den die Innenrevision der Behörde nach Angaben aus Regierungskreisen noch am Dienstag vorlegen wird. Darin werden rund 150 Beraterverträge untersucht. Gerster werde am Abend im Verwaltungsrat der BA zu dem Bericht Stellung nehmen.
Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet, bei der Vergabe von Millionen-Aufträgen der BA seien neue Unregelmäßigkeiten aufgetreten. Im Bundeswirtschaftsministerium werde auch eine Entlassung Gersters nicht mehr ausgeschlossen. Nach einem Bericht der «Rheinischen Post» aus Düsseldorf soll Gerster in der Affäre um den Beratervertrag für die WMP Eurocom in Berlin nachträglich entlastende Fakten angefertigt haben lassen. (nz)