netzeitung.deWeitere Degussa-Firma an Holocaust-Mahnmal beteiligt

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Die ersten aufgestellten Stelen (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die ersten aufgestellten Stelen
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Einer weiteren Firma droht der Ausschluss vom Bau des Holocaust-Mahnmals in Berlin. Eine Degussa-Tochter half beim Gießen der Stelen-Fundamente.

Erst vor wenigen Tagen war einem Tochterunternehmen des Chemieunternehmens Degussa ein Auftrag für das Holocaust-Mahnmal in Berlin entzogen worden. Nun berichtet die «Rheinische Post», eine zweite Degussa-Firma sei an dem Projekt beteiligt.

Demnach ist ein Teil der Stelen-Fundamente mit einem Betonverflüssiger der Degussa-Tochter Woermann Bauchemie GmbH gegossen. Das Düsseldorfer Unternehmen bestätigte das. Das Stiftungskuratorium für das Mahnmal wollte sich zu den neuen Informationen offiziell nicht äußern, wie die «Rheinische Post» berichtet.

Das Gremium hatte vergangene Woche beschlossen, die Verwendung einer Imprägnierung für die Stellen zu stoppen, weil eine Tochtergesellschaft der Degussa in der NS-Zeit das Gift Zyklon B zur Tötung von Juden und anderen Verfolgten produziert hatte. Nach Informationen der Zeitung sind bereits mehrere hundert der 2700 Stelen mit dem Graffitischutz imprägniert. Ein anderes Produkt wäre klar an der Farbe zu erkennen, dann würden die Degussa-Stelen zu einem «Mahnmal im Mahnmal». (nz)