Bischof Huber Favorit für EKD-Vorsitz
Die niedersächsische Landesbischöfin Margot Käßmann kam dagegen erst im dritten Anlauf in das Gremium. Sie galt bisher als schärfste Konkurrentin Hubers. Ebenfalls drei Wahlgänge benötigte der Thüringer Landesbischof Christoph Kähler.
Huber erhielt 104 von 144 möglichen Stimmen und schnitt damit von allen 21 Kandidaten am besten ab. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhielten im ersten Wahlgang zudem der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe und die vormundschaftliche Betreuerin Gudrun Lindner.
An der Konferenz nehmen Vertreter der 24 Landeskirchen teil. In Deutschland leben insgesamt 26,6 Millionen evengelische Christen.
Huber hatte sich bereits 1997 zur Wahl gestellt. Damals unterlag er dem bisherigen Ratsvorsitzenden Manfred Kock, der nun aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Huber hatte sich in den vergangenen Jahren als Mitglied des Ethikrates mehrfach in der Gentechnik-Debatte zu Wort gemeldet. Dabei trat er für ein Importverbot für embryonale Stammzellen ein. (nz)

