netzeitung.deBischof Huber Favorit für EKD-Vorsitz

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Wolfgang Huber (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Wolfgang Huber
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Landesbischof von Berlin und Brandenburg, Wolfgang Huber, gilt als aussichtsreichster Anwärter auf den EKD-Ratsvorsitz. Seine Wahl wurde auf Mittwoch verschoben.

Kurz vor der Wahl des neuen EKD-Ratsvorsitzenden werden dem Berlin-Brandenburger Landesbischof Wolfgang Huber die größten Chancen eingeräumt. Auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland in Trier wurde der 61-Jährige am Dienstag bereits im ersten Wahlgang in den neuen Rat gewählt.

Die niedersächsische Landesbischöfin Margot Käßmann kam dagegen erst im dritten Anlauf in das Gremium. Sie galt bisher als schärfste Konkurrentin Hubers. Ebenfalls drei Wahlgänge benötigte der Thüringer Landesbischof Christoph Kähler.

Der Ratspräsident wird aus dem Kreis der Ratsmitglieder ermittelt. Da sich die Wahlgänge länger hinzogen als erwartet, wird der neue Vorsitzende erst am morgigen Mittwoch gewählt.

Huber erhielt 104 von 144 möglichen Stimmen und schnitt damit von allen 21 Kandidaten am besten ab. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit erhielten im ersten Wahlgang zudem der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe und die vormundschaftliche Betreuerin Gudrun Lindner.

Huber engagiert in Ethik-Debatte
Nachdem sich im zweiten Anlauf niemand durchsetzte, verzeichnete Kähler im dritten Wahlgang mit 111 Stimmen das beste Resultat. Für Käßmann sprachen sich 103 Teilnehmer der Synode aus. Weit zurück fiel der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich mit 55 Stimmen.

An der Konferenz nehmen Vertreter der 24 Landeskirchen teil. In Deutschland leben insgesamt 26,6 Millionen evengelische Christen.

Huber hatte sich bereits 1997 zur Wahl gestellt. Damals unterlag er dem bisherigen Ratsvorsitzenden Manfred Kock, der nun aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Huber hatte sich in den vergangenen Jahren als Mitglied des Ethikrates mehrfach in der Gentechnik-Debatte zu Wort gemeldet. Dabei trat er für ein Importverbot für embryonale Stammzellen ein. (nz)