netzeitung.deMerz schlägt Höchststeuersatz von 36 Prozent vor

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Streichung von Subventionen bei gleichzeitiger Steuersenkung: Macht mehr als fünf Milliarden Entlastung für die Steuerzahler. So stellt sich Unionsfraktionsvize Merz die Steuerreform vor. Thema: Reformdebatte Auch Rüttgers für vorzeitige Steuerreform

12, 24 und 36 Prozent sind die künftigen Steuersätze, 8000 Euro pro Steuerzahler werden als Grundfreibetrag gewährt, dafür gibt es keinen Sparerfreibetrag mehr, weniger Arbeitnehmerpauschbetrag, und die Entfernungspauschale fällt weg. So würde Medienberichten zufolge Friedrich Merz, Unionsfraktionsvize im Bundestag, die Zukunft des Steuersystems regeln.

Merz hat sein Konzept am Mittwoch seiner Fraktions- und Parteichefin Angela Merkel und dem CSU-Landesgruppenchef Michael Glos vorgelegt. Am Montag will er damit in die Öffentlichkeit treten.

Grundfreibetrag für Kinder
Als Befürworter der Vorschläge der Herzog-Kommission zu Sozialreformen hatte er sich schon vor Tagen die Frage des Arbeitnehmerflügels der Union gefallen lassen müssen, ob sein Steuerkonzept denn den Ausgleich für dessen «Ungerechtigkeiten» durch individuelle Leistungen aus Steuermitteln vorsehe. Merz hat konzipiert, den Grundfreibetrag auch Kindern vom ersten Tag an zu gewähren, was die Steuerlast für Familien erheblich mindern würde, jedoch - die Kritik ist abzusehen - vor allem für Gutverdiener. Private Haushalte sollen als Arbeitgeber anerkannt werden. Kindergeld bleibt als Ergänzung laut der «Frankfurter Allgemeinen» im System vorgesehen.

Die «FAZ» beziffert die Mehrbelastungen durch Streichung von Subventionen und die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage auf 35 bis 40 Milliarden Euro, die Steuererleichterung dagegen auf 45 Milliarden Euro.

Merz will das Steuersystem so reformieren, dass Steuern - wie etwa die auf Kapitalerträge - unter Angabe der Steuernummer direkt abgeführt werden. Das Finanzamt solle dann die Steuererklärung vorbereiten und dem Steuerzahler zur Genehmigung vorlegen, womit die Sache für 90 bis 95 Prozent der Steuerzahler erledigt sein solle, so die «FAZ». (nz)