Presse: Finanzminister Eichel droht neues Defizit wegen fehlender Steuereinnahmen
Das Blatt beruft sich in seinem Bericht auf erste Eckdaten aus mehreren Länderfinanzministerien für die Steuerschätzung. Zusammen mit den Kosten für das Vorziehen der Steuerreformstufe 2005 auf 2004 von 15,6 Milliarden Euro ergebe sich demnach für Bund, Länder und Gemeinden ein zusätzlicher Geldbedarf von bis zu 27 Milliarden Euro.
Bundeskanzler Gerhard Schröder warnte unterdessen die EU-Kommission gegen Deutschland wegen seines hohen Defizits vorzugehen. Er gehe davon aus, dass Brüssel und die EU-Staaten «so klug sind, um eine Konfrontation zu vermeiden», sagte er. In der derzeitigen Konjunkturflaute würde eine «kontroverse Abstimmung» den Aufgaben Deutschlands und Frankreichs nicht gerecht, «nämlich in unseren beiden Ländern für Wachstum und damit für Wachstum in Europa zu sorgen».
Finanzminister Eichel hatte bereits eingeräumt, dass Deutschland nach 2002 und 2003 auch kommendes Jahr die Euro-Stabilitätskriterien nicht einhalten könne, weil das Staatsdefizit erneut über den erlaubten drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen werde. (nz)

