Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Spediteure drohen mit Boykott der Lkw-Maut

12. Okt 2003 15:52
Zahlreiche Lkw-Fahrer wollen nicht am Maut-Probebetrieb teilnehmen. Verkehrsminister Stolpe fordert wegen der Pannenserie Entschädigung vom Betreiber-Konsortium.

Im Streit um die Lkw-Maut drohen Spediteure jetzt mit einem Boykott des bevorstehenden Probebetriebs. Zahlreiche Unternehmer hätten den Einbau der Mautsysteme gestoppt und defekte Geräte nicht durch neue ersetzt, sagte der Geschäftsführer vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Karlheinz Schmidt, der «Bild am Sonntag».

Mehr in der Netzeitung:
  • Toll Collect-Geschäftsführer droht Rausschmiss 11. Okt 2003 12:22, ergänzt 14:10
  • Toll Collect: Vertrag nur Bundestag zeigen 10. Okt 2003 21:44
  • Toll Collect hat Maut-System unterschätzt 07. Okt 2003 14:13, ergänzt 17:52
  • Der BGL-Chef sagte, die letzte Umfrage unter den Transportunternehmer habe ergeben, dass nur jedes 15. Mautgerät funktioniert habe. Er forderte die Beteiligten auf, endlich damit aufzuhören, sich gegenseitig die Schuld für die Pannenserie zuzuschieben.

    Die Muttergesellschaften von Toll Collect, DaimlerChrysler und Deutsche Telekom, müssten «endlich Geld in die Hand nehmen und das System von Grund auf neu planen», sagte der Geschäftsführer des Logistikverbands, in dem rund 15.000 Unternehmen zusammengeschlossen sind. Nur so sei die Einführung der Lkw-Maut bis Ostern zu schaffen.

    Stolpe will hohe Entschädigung

    Verkehrsminister Stolpe kündigte an, bei den Verhandlungen mit Toll Collect auf eine Ausgleichszahlungen für die ausgefallenen Einnahmen zu dringen, die dem Bund durch die Verzögerung des Maut-Betriebs entstehen. «Gehen Sie mal davon aus, dass wir bei den Verhandlungen nichts verschenken werden», sagte Stolpe dem Berliner «Tagesspiegel am Sonntag». Das Firmenkonsortium lehnt Entschädigungszahlungen ab.

    Eine Kündigung des Vertrags schloss Stolpe nicht aus. In den Gesprächen mit den Betreibern sei in Erinnerung gerufen worden, dass die Möglichkeit der Vertragskündigung bestehe. «Es gibt mehrere Kündigungstermine. Sie sind vom Entwicklungsfortschritt abhängig», sagte Stolpe. Bislang war nur der 15. Dezember 2003 als möglicher Kündigungstermin bekannt geworden. (nz)

     
    Drucken
    VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
     
    CDU-Minister zu Ypsilanti: 
    «Häme hat schon immer geschadet»
    Aufarbeitung der Finanzkrise: 
    «Auch Gewerkschaften haben Fehler gemacht»
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.