Der ungarische Schriftsteller verwies darauf, dass die osteuropäischen Staaten an der Seite der USA und Großbritanniens gestanden hätten. Die Gründe dafür hätten eine «ernsthafteren Analyse verdient» als dies geschehen sei. Kertesz schilderte zugleich seine persönlichen Erfahrungen mit dem geteilten und nun wiedervereinigten Deutschland. Der Literaturnobelpreisträger erinnerte dabei an die Rolle Ungarns für das Ende des Eisernen Vorhangs und die Wiedervereinigung der Deutschen. Er habe noch immer die Bilder der geöffneten ungarisch-österreichischen Grenze im Kopf, von freudetrunkenden Gesichtern und tanzenden Menschen. «Die deutsche Einheit begann mit Tanzschritten», sagte Kertesz. (nz)