Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist äußerst erzürnt über einen Werbespot gegen Tiertransporte, in dem sie mit den Transporten von NS-Opfern in Konzentrations- und Vernichtungslager gleichgesetzt werden. Dieser TV-Spot der Tierschutzorganisation «Peta» müsse verboten werden, sagte Zentralratspräsident Paul Spiegel dem Nachrichtenmagazin «Focus».
Innenaufnahmen aus Viehwaggons Die TV-Kampagne mit dem Titel «Der Transport (mit Thomas D.)» benutzt eine Inszenierung, deren Bildsprache Assoziationen an Transporte in NS-Vernichtungslager aufkommen lässt. Zu sehen sind Aufnahmen aus Verschlägen fahrender Güterzügen: Die Landschaft zieht schemenhaft vorbei.
Popgruppe nackt und in Ketten Erst am Ende wird aufgeklärt, dass es um Tiertransporte geht. «Die Assoziation ist gewollt», bestätigte Harald Ullmann von «Peta» dem Münchner Nachrichtenmagazin. Er solle zeigen, dass Tieren derlei heute noch passiert. Um drastische optische Signale ist die Organisation nie verlegen. Eine Kampagne gegen Tiere im Zirkus zeigt Mitglieder der Popgruppe «Die Happy» nackt und in Ketten gelegt. Auch hier soll die Assoziation erzeugt werden, Tiere würden unter menschenverachtenden Umständen gehalten. (nz)
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