Ein Regierungssprecher betonte am Sonntag in Berlin, die Frage nach einem deutschen Einsatz in Irak sei «rein theoretisch». Voraussetzung für eine Beteiligung sei ein UN-Mandat und dann ein Auftrag an die Nato. Kein weiterer Einsatz in Afrika Deutsche Soldaten würden bei Auslandseinsätzen eingesetzt, wenn dies der Stabilität in Europa oder besonderen deutschen Interessen im Ausland diene, sagte Struck. Künftig sollten diese beiden Kriterien ausschlaggebend für jeden Einsatz sein. Entsprechend dieser Grundsätze würde es auch kein weiteres deutsches Engagement in Afrika geben. Ein Einsatz in Liberia etwa komme nicht in Frage. Hier seien andere – etwa die ehemaligen Kolonialmächte – gefragt, sagte Struck. Bundeswehr betreibt Flughafen in Kabul Struck fliegt am Sonntag über Usbekistan nach Afghanistan, wo er am Montag erwartet wird. Dort werde er mit Präsident Hamid Karsai darüber sprechen, wie deutsche Soldaten den Aufbau in Afghanistan unterstützen könnten. Eine Entscheidung darüber werde aber erst in der kommenden Woche fallen, sagte Struck dem Nachrichtensender N24. Als Standorte für einen Isaf-Einsatz außerhalb Kabuls kämen Charikar, Herat und Kundus in Frage. Auch nach der Übernahme des Isaf-Kommandos durch die Nato bleibe die Bundeswehr zunächst weiterhin für den Flughafen in Kabul zuständig. Man werde sich aber bemühen, Afghanen auszubilden, die dies dann übernehmen könnten. Bis dahin blieben 250 der 300 deutschen Soldaten dort stationiert. (nz)
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