Bayerisches Weihwasser ist nicht empfehlenswert
24.07.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, hat die Gnadenkapelle im oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting am schlechtesten abgeschnitten: 100 Millionen Keime fanden die Tester des Instituts für Hygiene der Münchner Maximilians-Universität in nur einem Milliliter Weihwasser. Eine so starke Verschmutzung lasse sich sonst nur in verdorbenen Lebensmitteln finden, so die Nachrichtenagentur ddp.
Der Befund weist außerdem auf: «Trübung, Fadenbakterien, Sporen, evtl. Würmer, schwarze Kügelchen am Beckenrand und koagulase positive Staphylokokken (Verursacher von Abszessen, Furunkeln und kurzen Durchfällen)».
Nicht viel besser war das Wasser einiger anderer Kirchen. In der katholischen Pfarrkirche St. Theresa in München fanden sie: «Hautfetzen, Wollfäden, Rädertierchen, Pilzhyphen, Flagellaten, Actynomyceten und Streptokokken»; in der Neumarkter Martinskirche waren es Peststoffe und Würmer.
Nur einer der untersuchten Kirchen konnte gute Hygiene bescheinigt werden. Das Weihwasser der Herrschinger St. Nikolaus-Kirche habe Trinkwasserqualität, so der Bericht.
Den Bericht sendet das Bayerische Fernsehen am heutigen Donnerstag um 19.30 in der Sendung 'Faszination Wissen'.(nz)

