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Ermittler schließen Unfall als Ursache für Möllemanns Absturz nicht aus

09. Jul 2003 13:20, ergänzt 15:32
Die Ermittlungen zum Absturz von Jürgen Möllemann sind abgeschlossen. Die Experten wollen einen Unfall jedoch nicht ausschließen.

Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch die Ergebnisse zum Absturz des ehemaligen FDP-Vize Jürgen Möllemann vorgestellt. Er hat demnach in einer Höhe von 1600 Metern seinen Hauptfallschirm geöffnet. Dieser war voll funktionsfähig.

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  • In einer Höhe von 1000 Metern trennte Möllemann den Hauptfallschirm ab. «Die Gründe dafür kennen wir noch nicht», sagte der Staatsanwalt. Möllemann sei dann mit etwa 180 bis 200 Kilometer pro Stunde gefallen. Der FDP-Politiker habe dann eine stabile Freifallhaltung eingenommen, mit der er auch auf dem Boden aufgeprallt sei.

    Ein Experte der GSG9 sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sowohl Fallschirm wie Reservefallschirm und Öffnungsautomatik voll funktionsfähig gewesen sei. Möllemann habe demnach zu keinem Zeitpunkt versucht, den Reservefallschirm manuell zu öffnen. Die Öffnungsautomatik sei abgeschaltet gewesen.

    Unfall nicht ausgeschlossen

    «Ein Fremdverschulden können wir definitiv ausschließen», sagte er. Man könne aber nicht beantworten, ob es sich um einen Unfall oder einen Freitod gehandelt habe. Es sei auch möglich, dass Möllemann vergessen habe, die Öffnungsautomatik einzuschalten.

    Zudem sei die Frage ungelöst, warum Möllemann den Hauptschirm abgeworfen habe. Der FDP-Politiker sei kein Vollprofi gewesen. Es sei auch möglich, dass er in Turbulenzen geraten sei, und dachte, der Hauptschirm sei defekt. (nz)

     
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