Geldwäsche-Verdacht gegen Hessen-CDU erhärtet
28.03.2002
Herausgeber: netzeitung.de
Rund 20,8 Millionen Mark (etwa 10,6 Millionen Euro) hatte der frühere Landesparteichef Manfred Kanther gemeinsam mit dem langjährigen Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein und Ex-CDU-Finanzberater Horst Weyrauch 1983 und 1984 heimlich in die Schweiz geschafft.
Koch behauptet, dass die CDU in Hessen von 1976 bis 1983 insgesamt 34,4 Millionen Mark Spenden angenommen habe. Daraus seien dann die geheimen Schwarzgeld-Kassen gespeist worden.
Dem «Spiegel» zufolge führt die Partei laut den wieder entdeckten Akten intern für den gleichen Zeitraum aber nur eine Spendensumme von 13,4 Millionen Mark auf. Die in der Schweiz deponierten Gelder müssten daher aus inoffiziellen Quellen stammen.
Der ehemalige Bundesschatzmeister der CDU, Walther Leisler Kiep, habe diesen Verdacht bereits geäußert, heißt es weiter. Auch habe ein langjähriger Mitarbeiter der hessischen CDU-Schatzmeisterei angemerkt, dass die Millionen aus der Spendenwaschanlage «Staatsbürgerliche Vereinigung» stammen. (nz)
