Luxus-Rallye nach tödlichem Unfall abgesagt
04.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas, der in diesem Jahr erstmals teilnahm, will nie wieder bei der Rallye starten. Adidas- Sprecher Oliver Brüggen sagte: «Nachdem wir mit Bestürzung und großem Bedauern von dem tragischen Todesfall erfahren hatten, haben wir uns sofort dazu entschlossen, uns vollständig, unverzüglich und für alle Zeit von der Rallye zurückzuziehen.» Für adidas waren ein Lamborghini Gallardo mit dem US-Hip-Hopper Xzibit sowie ein Maserati Quattroporte mit Jay Kay, dem Sänger der Band Jamiroquai, unterwegs.
Die zumeist reichen Teilnehmer der europaweiten Rallye mit Lamborghinis, Bugattis, Rolls-Royce- und anderen Luxus-Karossen wollen Cooper zufolge alles tun um die betroffene mazedonische Familie zu unterstützen. «Dies ist das erste Mal, dass sich etwas derartiges ereignet hat, seit die Rennen vor neun Jahren begannen und inzwischen mit tausenden Fahrern durch 40 Länder gingen.»
Die Polizei in Berlin hatte sich nach Angaben eines Sprechers auf die Ankunft der Autos vorbereitet und wollte keineswegs ein Rennen in der Stadt zulassen. Sammelpunkt für die Fahrzeuge sollte die Straße am 17. Juni sein. Zahlreiche der Luxus-Rennwagen waren bereits Anfang der Woche in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen von der Polizei angehalten worden.
Vorbild sind die so genannten Cannonball-Rennen in den USA, die auch in Filmen mit Burt Reynolds (Deutscher Titel: «Auf dem Highway ist die Hölle los») populär wurden. Das Startgeld für die 120 Gumball-Wagen mit jeweils zwei Fahrern soll in diesem Jahr je 28 000 britische Pfund (41 000 Euro) betragen haben.
Problematisch sind nach Meinung von Experten insbesondere die zahlreichen Verkehrsverstöße mit den auf den ersten Blick nicht erkennbaren Rennwagen und die Einstellung, dass mit Geld jedes Problem zu lösen sei. Das Rennen hat längst erhebliche kommerzielle Bedeutung als Werbeträger und dient als Vorbild für PC- Spiele. (dpa)

