Klaus Berger Von der Schönheit der Ethik  | | | Foto: Verlag |
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Musik, Malerei, Architektur – all das kann schön sein. Schönheit ist aber auch in der Ordnung unseres Handelns vorzufinden, sagt Klaus Berger, und entwirft von der Ästhetik her eine Grundlegung der Moral.
Was ist Schönheit? Mit den jahrtausendealten Versuchen, diese Frage zu beantworten, lassen sich mittlerweile ganze Bibliotheken bestücken. Eine Definition hat der Heilige Thomas von Aquin vorgelegt: «Schönheit ist der Glanz der Ordnung.» Und er hat damit die Ästhetik mit der Moral kurzgeschlossen. Schließlich bilden auch die ethischen Werte unseres Lebens eine Ordnung, und so ist es fraglich, ob ein schönes Leben möglich ist, wo diese Ordnung unterlaufen wird, weil Gewalt und Verbrechen regieren.Der Theologe Klaus Berger geht vom Heiligen Thomas aus, um von der Ästhetik her zu einer Grundlegung der Ethik zu kommen. Indem er die biblischen Texte einer ästhetischen Lesart unterzieht – und dabei etwa auf den «Glanz der Ordnung» in der Offenbarung des Johannes stößt – kommt er zu dem Schluss, dass Schönheit sich eben nicht nur in Architektur, Dichtung und Musik findet, sondern auch in den Richtlinien für das menschliche Handeln. Letztlich kommt der dabei zu einer klaren Position: Die Gebote der Bibel sind, zumindest für die abendländische Kultur, wichtiger und wirkmächtiger, als man uns das lange Zeit glauben machen wollte. Klaus Berger wurde 1940 geboren und ist seit 1974 Professor für Neues Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Zuletzt erschienen von ihm «Martin Luther, Lob des irdischen Friedens» und «Widerworte. Wieviel Modernisierung verträgt Religion?» (nz)
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Klaus Berger: Von der Schönheit der Ethik, Insel 2006, 168 Seiten, 16,80
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