Rudolf Taschner Der Zahlen gigantische Schatten  | | | Foto: Verlag |
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Die Mathematikgeschichte hat immer etwas zu erzählen. Rudolf Taschner widmet den gigantischen Schatten der Zahlen eine historische Untersuchung.
Nicht was die Zahlen sind, sondern was sie bedeuten, welchen langen Schatten sie besonders auf das moderne Leben werfen, will Taschner in dem reich bebilderten und liebevoll gestalteten Band darstellen. Das Buch liefert somit einen ebenso fundierten wie anschaulichen Überblick zur Entwicklung von den Zahlen über das Rechnen bis hin zur höheren Mathematik. Und mehr noch: Es führt dem Leser vor, dass die Zahlen in unzähligen Lebensbereichen unsere handfeste Wirklichkeit mitgestaltet haben.Ausgehend von abendländischen Lichtgestalten wie Bach, Hofmannsthal oder Bohr gewinnt somit der Zahlen langer Schatten feste Konturen: Auf dem Gebiet der Logik, Physik und Architektur, aber auch in der Musik, Literatur, Religion oder Politik tritt die Mathematik immer wieder als Protagonist der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte in Erscheinung. Taschner hat damit kein trockenes Lehrbuch, sondern so etwas wie den historischen Roman der Mathematik geschrieben. Denn diese hat, wie es im Vorwort heißt, erfreulicherweise immer «etwas zu erzählen». Rudolf Taschner ist Professor am Institut für Analysis und Scientific Computing an der Technischen Universität Wien. Er plante und betreibt mit anderen das «math.space» im Wiener MuseumsQuartier. Als Autor zahlreicher Veröffentlichungen im Grenzbereich zwischen Fachwissenschaft und Kulturgeschichte (etwa Musil, Gödel, Wittgenstein und das Unendliche (2002)) wurde er vom Club der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten Österreichs zum «Wissenschaftler des Jahres 2004» gewählt. (nz)
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Rudolf Taschner: Der Zahlen gigantische Schatten, Vieweg 2005, 200 Seiten, 39,90
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