Ulf Poschardt Einsamkeit  | | | Foto: Verlag |
|
Einsamkeit ist keine Katastrophe, sagt der Popjournalist Ulf Poschardt. Denn wer niemals alleine war, wird sich nicht binden können. Die Poschardt-Sozialdiät soll Abhilfe schaffen.
«Jeder Mensch ist einsam», sagt Ulf Poschardt. Lediglich die Schwere des jeweiligen Falles variiert. Obwohl nämlich der Mensch als Herdentier geboren wird, fühlt er sich allein, ganz gleich ob er in einer Beziehung, einer Ehe oder Familie eingebunden ist. Zugleich hat Einsamkeit einen üblen Ruf, und ist mit den Begriffen Depression, Krankheit und Angst assoziiert. Das, so Poschardt, ist aber ein Missverständnis. Einsamkeit ist gar kein Problem, sondern im Gegenteil eine Chance. Eine Chance auf Glück – denn nur, wer die Einsamkeit am eigenen Leib erfahren hat, kennt sich selbst so gut, dass er zu einer Bindung in der Lage ist. Nur wer alleine war, wird sich auf Dauer binden können. Der Autor bringt es auf eine griffige Formel: «Einsamkeit ist eine Art Sozialdiät mit ebenso großem Euphoriepotential wie ein geschrumpfter Hintern nach der South-Beach-Diät» – und er empfiehlt dem Leser die von ihm erfundene «Poschardt-Sozialdiät». Bevor Ulf Poschardt sich der Ratgeberliteratur zuwandte, hat der promovierte Kulturwissenschaftler Bücher über DJs, Coolness und Sportwagen geschrieben. Außerdem arbeitete er für die Welt am Sonntag und das SZ-Magazin. Er lehrte an der UdK in Berlin und fährt, wie häufig kolportiert wird, einen Ferrari. (nz)
 | | | Foto: Verlag |
|
Ulf Poschardt: Einsamkeit, Die Entdeckung eines Lebensgefühls, Piper 2006, 183 Seiten, 14,90 Euro
|