Helge Timmerberg, Frank Zauritz Timmerbergs Tierleben  | | | Foto: Verlag |
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Für viele Tierarten ist der Zoo die letzte Zuflucht geworden und damit so etwas wie eine Arche Noah der Gegenwart. Helge Timmerberg erzählt auf kurzweilige Art die Geschichten seltener Lebewesen.
«Freut sich der Bison, ist der Indianer gesund. Sie jagten ihn, sie aßen ihn und sie zogen sein Fell an, außerdem wohnten sie in seiner Haut (Tipi).» Dann aber, so beschreibt es Helge Timmerberg in schlichten statistischen Daten, ging es für den Bison und damit auch den Indianer bergab. Die Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts genügte dem weißen Mann, eine Population von 30 Millionen Bisons bis auf genau 30 Exemplare zu dezimieren. Erst das Wiederaufzuchtprogramm von 1906 bremste die völlige Ausrottung des stolzen Vierbeiners. Er durfte sich wieder vermehren, was zu einer Gesamtzahl von heute 30.000 Tieren in Nordamerika geführt hat. Der Jaguar und der bengalische Tiger sind auf ähnlich existenzielle Art und Weise bedroht. Diese Arten und unzählige weitere finden sich heute überwiegend in den Zoos der Welt, was Timmerberg, der nun sein unterhaltsam zu lesendes «Tierleben» vorgelegt hat, auch nicht weiter stört. Allen, die hier von Freiheitsberaubung sprächen, sei entgegenzuhalten zu halten, dass mit Freiheit ja wohl nur noch die Freiheit gemeint sein könne, in offener Wildbahn auszusterben. So macht sich Timmerberg auf den Weg in den Zoo, diese Arche Noah für gefährdete Arten und erzählt die Geschichten einzigartiger Tiere, vom Känguru zum Orang-Utan, vom Warzenschwein zur Giraffe. Das Büchlein ist durch ein Vorwort von Heinz Sielmann geadelt und mit 50 farbigen Aufnahmen des Fotografen Frank Zauritz illustriert. (nz)
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Helge Timmerberg, Frank Zauritz: Timmerbergs Tierleben, Solibro 2005, 130 Seiten, 14,90 Euro
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