S. Behr, W. Hettfleisch, J. Roth Wichtig ist, wer hinten hält  | | | Foto: Verlag |
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Fußball und Politik – diesen Zusammenhang darf in Deutschland niemand unterschätzen. Franz Beckenbauer eignet sich daher hervorragend zum Diplomaten.
Bei der Werbetournee, die der DFB unternahm, als er sich um die Ausrichtung der kommenden Weltmeisterschaft bewarb, ist es besonders deutlich geworden: Fußball und Politik sind nicht zu trennen. Jedenfalls scheute Franz Beckenbauer, der bei dieser Gelegenheit um die ganze Welt reiste, nicht davor zurück, Gesprächspartnern wie Hamid Karzai seine Meinung zu Bundeswehreinsätzen in Krisengebieten oder den deutschen Wirtschaftsinteressen in Afghanistan zu unterbreiten. Es blieb dann eher dem mitgereisten Gerhard Schröder vorbehalten, explizit auf sportliche Themen zu sprechen zu kommen. Man hat dem Fußball schon zugetraut, Wahlen gewinnen zu können, und auch, wenn das in diesem Jahr nicht funktioniert hat, ist die Bedeutung des unbestrittenen Nationalsports der Deutschen wohl kaum zu überschätzen. Unter dem Titel «Wichtig ist, wer hinten hält» versammelt ein von der «Frankfurter Rundschau» herausgegebenes Buch nun Feuilletonistisches zum Thema. Es geht dabei unter anderem um den Zusammenhang von Sprache und Fußball, die Entwicklung der Berichterstattung im Fernsehen, die vollzogene Abwicklung des ostdeutschen Fußballs und Karl-Heinz Rummenigge als gesellschaftlichen Reformator. Außerdem finden sich Interviews mit Lothar Matthäus, Richie Blackmore, Eckhard Henscheid und Günther Koch. Autoren des Bandes sind der Sprachwissenschaftler Jürgen Roth, Stefan Behr und Wolfgang Hettfleisch, beide Redakteure bei der «Frankfurter Rundschau.» (nz)
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S. Behr, W. Hettfleisch, J. Roth: Wichtig ist, wer hinten hält. Fouls und Schwalben in Fußball und Politik, Aufbau Verlag 2005, 282 Seiten, 7,95 Euro
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