Hans Belting ist einer der renommiertesten Kritiker und Theoretiker des Kunstbetriebs der Gegenwart. Er schreibt nicht nur über Kunst und Künstler, sondern hat dabei stets auch die ökonomischen Hintergründe, den Kunstmarkt und die Bedingungen der Repräsentation von Kunst im Auge.Der neu erschienene Band «Szenarien der Moderne» versammelt Texte, die Belting in den letzten fünfzehn Jahren zum Thema verfasst hat, und die an verschiedenen Orten erschienen sind.
Sie reflektieren die historische Entwicklung der künstlerischen Moderne: von der «entarteten Kunst» über den sowjetsozialistischen Bilderstreit bis hin zur zweiten «Stunde Null» in den sechziger Jahren.
Außerdem geht es Belting um die Möglichkeiten einer globalen Kunstszene, den Zusammenhang von Bild- und Textkultur, den Werkbegriff Moderne und das Verhältnis von Kunst und Technologie in der Gegenwart. Künstler wie Polke, Hill und Sugimoto stehen dabei im Zentrum von Beltings Reflexionen. (nz)