Carmen Stephan, Gleice Mere Brasília Stories  | | | Foto: Verlag |
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Kaum eine andere Stadt der Welt erscheint als dermaßen konsequentes architektonisches Experiment wie die brasilianische Hauptstadt «Brasília». Sie wirkt fast unbelebt, doch ihre Bewohner haben Geschichten zu erzählen.
«Sie können die Stadt mögen oder nicht, aber Sie werden nicht behaupten können, so etwas schon mal gesehen zu haben.» Diesen Standardsatz erzählt der beinahe hundertjährige Architekt Oscar Niemeyer jedem, der etwas über die Hauptstadt Brasiliens wissen will, eine Stadt, die sich wie kaum eine andere auf der Welt mit dem Namen eines einzigen Architekten verbindet. In Brasília leben heute zwei Millionen Menschen, doch ist diese Planstadt so weitläufig und abstrakt, dass sie dem Besucher beinahe als unbelebt erscheint. Ein Irrtum – wie Carmen Stephans «Brasília Stories» beweisen, in denen die Autorin den Bewohnern dieser Stadt in lebendigen Portraits nachspürt. Der Leser kann Brasília durch die Brille so verschiedener Menschen wie Rosental Ramos da Silva, Chefkoch des Präsidenten, Jorge Marino, Mathematiker, oder der Tänzerin Eliana Carneiro entdecken. Auf ihrem Weg durch die Stadt wurde die Autorin von der Fotografin Gleice Mere begleitet, deren Bilder die einzelnen Texte begleiten und den beschriebenen Personen ein Gesicht geben. «Brasília Stories» ist die erste Buchpublikation von Carmen Stephan, die 1974 geboren wurde und als freie Autorin in München lebt. Die 1972 geborene Gleice Mere hat bereits mehrere Ausstellungen vorzuweisen und arbeitet unter anderem für «DU», «Geo France» und «Marie Claire». (nz)
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Carmen Stephan, Gleice Mere: Brasília Stories, blumenbar 2005, 176 Seiten, 22,90 Euro
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