Hugo Chapman, Tom Henry, Carol Plazzotta (Hg.): Raffael  | | | Foto: Verlag |
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Bevor der Maler Raffael an den Vatikan gerufen wurde, hatte er bereits einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Die Kunstgeschichte streitet sich darüber, ob dies seiner akribischen Arbeitsweise oder schlicht dem Genie des Meisters zu verdanken ist.
Raffaello di Giovanni Santi war einer der größten Maler der italienischen Renaissance. Eine besonders große Bewunderung ist ihm von jeher in Großbritannien zuteil geworden. Das beweisen die zahlreichen Werke des Meisters, die in britischen Galerien und Museum, allen voran der National Gallery in London, versammelt sind. Neun frühe Gemälde Raffaels bildeten daher die Basis einer großen Ausstellung, die vor kurzem den Weg des Meisters von Urbino nach Rom nachzeichnete.Dieser Zeitraum reicht bis zum Zeitpunkt des Papstes Julius II. im Jahr 1513. Anhand von 80 Gemälden und Zeichnungen lässt sich in dem großzügig ausgestatteten Buch zur Ausstellung, das auch in deutscher Sprache erschienen ist, nachvollziehen, wie Raffaels Stils sich langsam entwickelte und von den Vorbildern, wie dem Maler Perugino, bei dem er in Urbino in die Lehre gegangen war, löste. Innerhalb von zwölf Jahren erlebte Raffael in dieser Zeit einen kometenhaften Aufstieg, wobei sich die Kunstgeschichtler noch nicht darauf geeinigt haben, ob dies eher seinem außergewöhnlichen Talent, oder aber seinem disziplinierten und akribischen Studium anderer Künstler und seiner genauen Naturbeobachtung zuzuschreiben ist. Das Buch ermöglicht zudem einen Einblick in die Rezeptionsgeschichte Raffaels. Sie zeigt wie der Maler in England im 17. und 18. Jahrhundert bekannt wurde, und das Studium seiner Werke eng mit den revolutionären Bewegungen auf dem europäischen Festland verknüpft war. (nz)
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Hugo Chapman, Tom Henry, Carol Plazzotta (Hg.): Raffael, Von Urbino nach Rom, Belser Verlag 2004, 320 Seiten, 59,90 Euro
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