Gereon Blaseio u.a. (Hg.)
Die modernen Massenmedien haben maßgeblich die Figur des Stars hervorgebracht. Zunächst durch Buch und Zeitung, dann das Radio, Fernsehen und schließlich das Internet hat der Personenkult um Figuren aus der Kunst, dem Sport oder der Politik bis dato unbekannte Blüten getrieben.Wodurch aber definiert sich Popularität, und seit wann ist sie eine derart dominierende gesellschaftliche Kategorie geworden? Ein Sammelband zum Thema lässt Kulturwissenschaftler aber auch die Natur- und Sozialwissenschaften zu Wort kommen.
Ausgehend von dem Satz «Wir sehens, das Luther by aller welt berympt ist» geht es von der Erfindung des Buchdrucks über Printmedien des 18. Jahrhunderts, das Kunstprogramm Ludwig II., bis hin zu den Popularisierungsstrategien des Bollywoodkinos um Techniken der medialen Beförderung von Prominenz.
Der Band «Popularisierung und Popularität» ist im Rahmen eines interdisziplinären Forschungskollegs der Universität Köln zum Thema «Medien und kulturelle Kommunikation» entstanden. Die Herausgeber Gereon Blaseio, Hedwig Pompe und Jens Ruchatz sind Medienwissenschaftler und Mitglieder dieses Kollegs. (nz)