Michel Ondaatje Die Kunst des Filmschnitts  | | | Foto: Verlag |
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Meist steht der Regisseur im Vordergrund, so dass auch die wichtigsten Cutter der Filmgeschichte weitgehend unbekannt bleiben. Walter Murch und Michael Ondaatje unterhalten sich über die Kunst des Filmschnitts.
In der Wahrnehmung des Publikums ist es zumeist der Regisseur, der als Autor und Macher eines Filmes begriffen wird. Wer sonst noch für die Geschichte, das Design, Stil und Machart verantwortlich ist, geht an der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend vorbei. Eine der wichtigsten, gleichwohl meistunterschätztesten Funktionen beim Film hat der Cutter inne. Außerhalb der Filmwelt, wo die grundlegende Bedeutung des Schnitts keinem Zweifel unterliegt, gilt die Kunst des Schneidens als geheimnisvoll – und wenig ist von den großen Meistern dieses Fachs – sei es Dede Allen, Cécile Decugis, William Chang oder Thelma Schoonmaker – bekannt.Einer der bekanntesten Filmcutter ist Walter Murch. Er hat für Francis Ford Coppola nicht nur die Pate-Trilogie, sondern auch «Apocalypse Now» geschnitten, außerdem die Filme «American Graffiti» und «Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins». In ausführlichen Gesprächen erläutert er dem Romanautor Michael Ondaatje das Handwerk des Filmschnitts. Die beiden erörtern auch die Gemeinsamkeiten des Filmemachens und der literarischen Produktion. Immer bleiben ihre Unterhaltungen dicht am Gegenstand, so dass nebenbei eine kleine Geschichte des amerikanischen Autorenfilms entstanden und viel über Coppola, Lucas und Minghella zu erfahren ist. (nz)
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Michael Ondaatje: Die Kunst des Filmschnitts, Gespräche mit Walter Murch, Hanser 2005, 338 Seiten, 27,90 Euro
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