Heinz Strunk Trittschall im Kriechkeller  | | | Foto: Trikont |
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In «Trittschall im Kriechkeller» erzählt der Komiker Heinz Strunk aus dem Leben von Jürgen Dose. Und von dem arbeitslosen Herrn Schrahn, der schließlich eine Stelle als lebendige Schachfigur in Brunei antritt.
Am liebsten ist er allein, dann kann er «tuten und lassen», was ihm gefällt. Wenn ihm langweilig ist, lässt er die Milch überkochen oder isoliert Drähte, die dann überall im Haus herumhängen. «Das Leben ist schwer, doch man muss lernen, es zu meistern», singt Heinz Strunks Alter Ego Jürgen Dose auf einem neuen Hörbuch, in dem einige Anekdoten aus dem Leben des kauzigen Einzelgängers versammelt sind. So hat Jürgen auch noch über seinen Tod hinaus noch Großes vor. Fünfzehn Jahre lang will er unentdeckt in seiner Wohnung liegen bleiben – das wäre dann Weltrekord und würde ihm einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde verschaffen. Heinz Strunk, der bislang als Mitglied der Hamburger Telefonscherzformation «Studio Braun», als Fernsehmoderator, Komiker und Buchautor in Erscheinung getreten ist, hat mit «Trittschall im Kriechkeller» eine Mischung aus vorgelesener Prosa und Musikstücken vorgelegt, deren sprachliche Skurrilität und Komik an den frühen Helge Schneider zumindest heranreicht. Und immer ist es auch ein wenig traurig. Zum Beispiel wenn von dem chronisch arbeitslosen Kollegen Herrn Schrahn die Rede ist, der sich auf eine Chiffreanzeige bewirbt, in der gut bezahlte Arbeit im Ausland versprochen wird. Wie sich herausstellt, sitzt der Auftraggeber in Brunei und sorgt dafür, dass die Brunesen, wann immer sie wollen, ihrem Lieblingshobby nachgehen können: Straßenschach. 100.000 Dollar im Monat sind zwar ein hübsches Sümmchen Geld, doch der Job, den Herr Schrahn mitsamt seiner ganzen Familie schließlich antritt, hat es auch in sich. Gespielt wird in Brunei nämlich mit lebendigen Schachfiguren. Herr Schrahn wird Turm, seine Frau Läufer. «Sie hatten sehr anstrengende Positionen und wurden dauernd bewegt.» Die beiden Söhne der Familie verdingten sich als Bauern und freuten sich, dass sie nicht mehr in die Schule mussten. (nz)
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Heinz Strunk: Trittschall im Kriechkeller, Trikont 2005, CD mit 59 Minuten Spielzeit, 16,99 Euro
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