Beobachtungen, Episoden, Einfälle, Tagebuchsplitter, Fragmente und Reflexionen des größten Reporters des 20. Jahrhunderts: ein Muss für alle Weltenbürger und jene, die es werden wollen!»Innerhalb kürzester Zeit wurde ich zu einem Süchtigen nach den Erlebnissen, Analysen und Quergedanken dieses polnischen Wunderkopfes. Kapuściński einen Reiseautor oder Auslandsreporter zu nennen ist so idiotisch und banausenhaft, wie eine Stradivari als Fidel zu bezeichnen.« So André Heller über Kapuscinski bei der Verleihung des Bruno-Kreisky-Preises.
Nach Stanislav Lem ist Kapuściński der meistübersetzte polnische Autor, in Polen wurde er schon in den fünfziger Jahren zum beliebtesten Reporter gewählt. Salman Rushdie bewundert seine Werke als »atemberaubende Mixtur aus Reportage und Poesie«, während John Updike ihn wegen der »magischen Eleganz seines Stils« preist. Nun erscheint Notizen eines Weltbürgers erstmals auf Deutsch.
Ryszard Kapuściński wurde am 4. März 1932 in Pinsk geboren, das damals noch polnisch war und heute zu Weißrußland gehört. 1945 kam seine Familie nach Warschau. Er studierte Geschichte an der Universität in Warschau. Von 1956 bis 1981 arbeitete er als Auslandskorrespondent für die polnische Presse, vornehmlich in Asien, Lateinamerika und Afrika, wo er Dutzende von Aufständen, Bürgerkriegen und Revolutionen miterlebte.
Ryszard Kapuściński zählt zu den bedeutendsten Journalisten der Gegenwart. Seine Aufzeichnungen aus Gebieten des Umsturzes weisen eine literarische Dimension auf, die sie nicht veralten läßt. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seit 1981 lebte Kapuściński als Journalist und Schriftsteller in Warschau, wo er am 23. Januar 2007 verstarb. (Verlag)