Klaus Brinkbäumer Der Traum vom Leben  | | | Foto: Verlag |
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Tausende Flüchtlinge machen sich jedes Jahr auf den Weg, um über eine zentrale Route durch Afrika ihr Glück in Europa zu finden. Klaus Brinkbäumer ist in die Sahara, nach Tanger und Agadez gereist, um ihrem Schicksal und ihrer Verzweiflung nachzuspüren.
Wie verzweifelt müssen Menschen sein, um ihre Heimat, ihre Familien, ihre Kinder zu verlassen? Um sich auf eine Odyssee zu begeben, deren Ausgang ungewiss ist? Um sich, wenn sie tatsächlich das kalte, unwirtliche Europa erreichen, als sogenannte illegale Einwanderer verstecken zu müssen oder als Zwangsprostituierte ausgebeutet zu werden?Klaus Brinkbäumer ist auf der zentralen Route der Flüchtlinge quer durch sieben afrikanische Staaten gereist. Er erzählt die Geschichte seines Begleiters John Ampan aus Ghana, der damals fünf Jahre bis Europa brauchte, weil er deportiert, in der Wüste ausgesetzt und ins Gefängnis gesteckt wurde; er erzählt von Jane Aimufua aus Benin-City, die ihre drei Kinder zurückließ, um in Europa Geld für sie zu verdienen; und er erzählt von all den Menschen, denen er unterwegs begegnet ist, auf den Lastwagen, in der Sahara und in den Bergen, in den Kellern von Agadez, in den Gassen von Tanger. »Der Traum vom Leben« ist ein großes Buch über Afrika, über die Träume von Menschen, ein Buch auch über Europa und die Realität unserer Politik. Klaus Brinkbäumer, geboren 1967 in Münster, studierte in Santa Barbara/Kalifornien und München. Anschließend Tätigkeit als Redakteur bei der »Abendzeitung« und als Chefreporter beim »Berliner Kurier«; seit 1993 ist er Spiegel-Reporter im Ressort Gesellschaft; mehrere Journalistenpreise; Co-Autor der Bestseller »Reiche Steffi, armes Kind– Die Akte Graf« und »11. September– Geschichte eines Terrorangriffs«; zuletzt »Die letzte Reise – Der Fall Christoph Columbus«. (Verlag)
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Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben, S. Fischer 2006, 288 Seiten, 18,90 Euro
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