Blut ist dicker als Geld. Der Kapitalismus als Familiensaga??Wer die Geschichte unserer Wirtschaft verstehen will, muss die Bedeutung von Familiendynastien erkennen. Denn es waren die Rockefellers und Fords, die Guggenheims und du Ponts, die der Wirtschaft in den letzten Jahrhunderten ihren Stempel aufgedrückt haben.David Landes schildert Aufstieg, Erfolge und Dramen unternehmerisch tätiger Familien vom Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.??Erfolg und Misserfolg ist in der Wirtschaft seit jeher eng mit dem Schicksal von Familienunternehmen verknüpft. In manchen Fällen garantiert die Familienstruktur ökonomische Sicherheit, wachsenden Wohlstand und vorausschauende Unternehmensführung; in anderen Fällen führen Gewinnsucht, persönliche Zerwürfnisse oder Unfähigkeit in den Abgrund.
In allen Fällen aber spielen Geld, Macht und Beziehungen eine große Rolle.?Doch worum handelt es sich eigentlich bei diesen Familiendynastien? Wie wichtig ist Blutsverwandtschaft für die Stabilität eines Unternehmens? Welche Art von Menschen, welche persönlichen Schicksale und Dramen verbergen sich hinter den Firmen? Wie prägten die Zeitläufte die Familiendynastien, und wie gestalteten die Familienstrukturen umgekehrt Wirtschaft und Gesellschaft im Laufe der Jahrhunderte?
Ausgehend von solchen Fragen entwirft David Landes, einer der bedeutendsten Wirtschaftshistoriker unserer Zeit, ein Panorama der wichtigsten Familienunternehmen und ihres Einflusses auf die Weltwirtschaft vom 17. Jahrhundert bis heute. Sein Buch handelt von grandiosem Aufstieg und tragischem Verfall, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von Genies und Exzentrikern, von Liebe, Eifersucht und Verrat.??Die Agnellis und Barings, die Fords, Guggenheims, Rockefellers oder Rothschilds – wie die mächtigsten Familien der Welt die Geschichte prägten.
David Landes, geboren 1924 in New York, ist einer der führenden amerikanischen Wirtschaftshistoriker. Er lehrte bis zu seiner Emeritierung an der Harvard University. Zu seinen großen Werken zählen «Der entfesselte Prometheus» (deutsch 1973) und «Revolution in Time: Clocks and the Making of a Modern World» (1983). Mit seinem 1999 bei Siedler erschienenen Buch «Wohlstand und Armut der Nationen» löste Landes eine Debatte aus, die weit über die Grenzen seines Fachs hinausging. (Verlag)