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Robert Nippoldt Gangster  | | | Foto: Verlag |
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«Man erreicht mehr mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als mit einem freundlichen Wort allein», sagt Al Capone. Die Geschichte der Bosse von Chicago ist eine Geschichte kurzlebiger Männer.
Sie tragen Sonnenbrillen und teure Anzüge, rauchen Zigarren und fahren dicke Autos. Von der Bevölkerung werden sie verehrt wie Popstars, wo sie vorfahren, bilden sich Trauben von Fotografen, Reportern und Schaulustigen. Allerdings müssen die Bosse von Chicago einen hohen Preis für ihre Berühmtheit bezahlen: Sie sterben nur selten eines natürlichen Todes, und werden in der Regel nicht alt. Robert Nippoldt hat mit «Gangster. Die Bosse von Chicago» einen besonderen Bildband vorgelegt. Als Gerichtszeichner hat der gelernte Grafikdesigner das Zeichnen charakteristischer Physiognomien von der Pike auf gelernt, und er liefert eine illustrierte Geschichte der amerikanischen Mafia vom Urvater der Chicagoer Mafiosi James Colosimo bis zu Al Capone, dem Boss der Bosse. Nippoldts Zeichnungen werden von kurzen Texten begleitet, die die Biografien der Gangster umreißen und statistische Daten zum jeweils erreichten Alter, der Anzahl der Morde, der Länge der Gefängsaufenthalte und dem geschätzten Jahreseinkommen enthalten. Vieles, so gibt der Autor des prächtig ausgestatteten Bildbandes selbst zu, muss dabei im Dunklen bleiben, denn die Geschichte der Mafia ist noch immer die Geschichte einer Geheimgesellschaft. Immerhin scheint der berühmte Ausspruch Al Capones noch immer Gültigkeit zu besitzen: «Man erreicht mehr mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als mit einem freundlichen Wort allein.» (nz)
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Robert Nippoldt: Gangster. Die Bosse von Chicago, Gerstenberg Verlag 2005, 144 Seiten, 39,90 Euro
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