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Ayse / Renate Eder Mich hat keiner gefragt  | | | Foto: Verlag |
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Schon mit elf Jahren verlobt und mit 14 verheiratet, wurde die Türkin Ayse von ihren Schwiegereltern nach München geholt. Dort wurde sie geschlagen und als Arbeitssklavin missbraucht, bis Ayse schließlich vor ihrer Familie floh.
Wenn die europäischen Staatschefs darüber debattieren, ob die Türkei in Zukunft ein vollwärtiges Mitglied der EU sein soll oder nicht, dann geht es immer wieder um die Frage der Menschenrechte und vermeintlich unüberbrückbare kulturelle Differenzen. Die Zwangsehe gehört in dieses Feld und auch die Ehrenmorde, die, insbesondere, wenn sie sich in im Westen lebenden türkischen Familien ereignen, erhitzte Diskussionen auslösen und die Zweifler am Funktionieren multikultureller Gesellschaften auf den Plan rufen.Die Geschichte einer türkischen Frau namens Ayse passt gut in derartige Argumentationen. Ayse wurde bereits im Alter von 11 Jahren in der Türkei verlobt, mit 14 Jahren verheiratet und im Anschluss von ihren Schwiegereltern nach München geholt. Als rechtsgültig erschien diese Heirat in Deutschland nur, weil das Geburtsdatum in ihrem Pass um zwei Jahre rückdatiert worden war. Der Journalistin Renate Eder berichtet Ayse, wie ihre Ehe einem Gefängnis gleicht, denn von ihem Mann wird ihr nicht nur jede Bildungsmöglichkeit verwehrt, sie wird geschlagen und von ihren Schwiegereltern als Arbeitssklavin missbraucht. Schließlich gelingt Ayse die Flucht. Renate Eder hatte nach ihrem Studium der Anglistik und Geschichte für den Hörfunk gearbeitet und für die «Süddeutsche Zeitung», den «Stern» und «Die Zeit» geschrieben. Die Autorin lebt gemeinsam mit ihrem libanesischen Ehemann in München. (nz)
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Ayse / Renate Eder: Mich hat keiner gefragt, Zur Ehe gezwungen - eine Türkin in Deutschland erzählt, blanvalet 2005, 256 Seiten, 19,90 Euro
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