Berlin, im August 1936. Der Reporter Sohei Toge ist in der deutschen Reichshauptstadt, um von den Olympischen Spielen für seine japanische Zeitung zu berichten. Gerade als der deutsche Hammerwerfer Karl Hein unter dem Jubel der Massen und dem Applaus des Führers eine Goldmedaille gewinnt, klingelt in Toges Studio das Telefon. Am Apparat sein Bruder Isao, der auch in Berlin ist und in erheblichen Schwierigkeiten steckt.Es wird das letzte Mal gewesen sein, dass die beiden sich gesprochen haben. Am nächsten Tag nämlich wird Isao tot aufgefunden und nur der erste Anschein weist auf Selbstmord hin. Die Polizei und die Gestapo scheinen ihre Finger im Spiel zu haben, und wie Sohei nun auf eigene Faust herauszufinden beginnt, war sein Bruder einer Enthüllung auf der Fährte, die die Herrschaft der Nationalsozialisten in ihren Grundfesten erschüttert hätte.
Eine Untergrundorganisation hat Beweise, dass Adolf Hitler jüdischer Abstammung ist – und die Nazis versuchen mit allen Mitteln zu verhindern, dass diese ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Die Affäre scheint auf rätselhafte Weise mit dem Mord an der Geisha Kinuko zusammenzuhängen, die ebenfalls 1936 in einem Waldstück in der Nähe des japanischen Kobe erwürgt aufgefunden wurde. Wie bei Isao Toge fanden sich unter ihren Fingernägeln Spuren von Gips.
«Adolf – Mord in Berlin» ist der erste Teil einer fünfteiligen Mangaserie des legendären Zeichners Osamu Tezuka. Dieser verbindet darin historisch präzise recherchiertes Material mit fiktivem Geschehen zu einem überaus spannenden Spionagethriller. Osamu Tezuka, von dem es heißt, er genieße in Japan einen höheren Stellenwert als Walt Disney in der westlichen Welt, lebte von 1928 bis 1989. Auf japanisch erschien «Adolf ni tsugu» drei Jahre vor seinem Tod. Carlsen-Comics legt diese Serie nun auch auf deutsch vor. (nz)