Gymnasium verbannt Harry Potter
Nach Angaben einer Sprecherin der sächsischen Bildungsagentur wurde das Vorhaben, Harry Potter im Unterricht zu lesen, zu Beginn des Schuljahres 2006/2007 im Herbst letzten Jahres angekündigt. Bereits damals habe es Proteste gegeben. Diese seien dann später bekräftigt worden.
Die schulpolitische Sprecherin der Linksfraktion.PDS, Julia Bonk, kritisierte die Entscheidung der Schule als eine Einladung an religiöse Fundamentalisten. Dies sei eine Aufforderung, den Bildungs- und Erziehungsauftrag staatlicher Schulen nach eigenem Gutdünken zu stören. Genauso gut könnten Eltern dann ihre Kinder vom Sexualkundeunterricht oder speziell Mädchen vom Schwimmunterricht abmelden. Nach dieser Logik müssten auch Grimms Märchen aus den Schulen verbannt werden, denn dort wimmelte es nur so von Hexen und Fabelwesen. Bonk forderte das Gymnasium auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. In Sachsen müsse ein modernes und weltanschaulich unabhängiges staatliches Schulwesen erhalten bleiben. (AP)
