 |
Reich-Ranicki will nicht mehr 20. Aug 2006 09:36
 |  Marcel Reich-Ranicki | | Foto: dpa |
|
Mit 86 Jahren hat Literaturkritiker Reich-Ranicki offenbar genug. Laut einem Zeitungsbericht will er die bekannteste Büchersendung im Fernsehen nicht mehr moderieren – nicht einmal mehr bei Sondersendungen.
Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki will laut einem Zeitungsbericht die Literatursendung «Literarisches Quartett» im ZDF nicht mehr machen. Am 11. August sei mit der Sonderausgabe über Bertolt Brecht die letzte Sendung gezeigt worden, berichtet die «Bild am Sonntag». «Ja, das trifft zu. Das 'Literarische Quartett' wird seit 1988 gesendet, und es ist Zeit, damit Schluss zu machen», zitiert die Zeitung den 86-Jährigen.
Bereits 2001 verzichtete das Quartett auf regelmäßige Ausgaben. Von nun an soll es auch keine Sondersendungen mit Moderator Reich-Ranicki an der Seite von Hellmuth Karasek, Iris Radisch und einem jeweils eingeladenen Gast geben, auch nicht zu Günter Grass' 80. Geburtstag oder Johann Wolfgang von Goethes 175. Geburtstag, die beide 2007 stattfinden.«Ich habe in letzter Zeit sehr viel gearbeitet», sagte Reich-Ranicki dazu. «Es reicht allmählich. Jetzt muss ich mich etwas ausruhen. Denn ich bin ja keine 80 Jahre mehr alt.» Reich-Ranicki hatte laut «Bild am Sonntag» 81 Folgen der Büchersendung moderiert. (nz)
|
« Mehr aktuelle Bücher-Nachrichten |  |  |  |  Wer hat Angst vor Wladimir Putin? Im Oktober 2006 wurde die Journalistin Politkowskaja hinterrücks erschossen. Ihr «Russisches Tagebuch» ist ein Rapport voll bitterer Ironie über die Putin-Jahre, meint Franziska Zwerg. ARTIKEL | 28. Mrz 2007 20:48 Die Suppe wird kalt Der Autor und Dokumentarfilmer Charles Nicholl studierte viele Jahre die Skizzenbücher und Manuskripte Leonardo da Vincis. Basierend auf seiner Analyse hat er eine Biographie über ihn geschrieben. ARTIKEL | 12. Mrz 2007 16:42 Jung, schön, aber «underfucked» Nachdem Benjamin Berton in «Wildlinge» drei pubertierende Jungen in der französischen Provinz porträtierte, nimmt er in seinem neuen Roman «Am Pool» das hohle Gehabe junger vergnügungssüchtiger Führungskräfte aufs Korn. ARTIKEL | 10. Feb 2007 23:49
|
|