netzeitung.de«Da Vinci Code» nicht geklaut

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Dan Brown (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Dan Brown
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Sieg für Dan Brown: Das britische Oberste Zivilgericht hat Plagiatsvorwürfe gegen den Autoren zurückgewiesen.

Der Thriller «Sakrileg» basiert nicht auf Ideen des 1982 erschienen Sachbuchs «Der heilige Gral und seine Erben». Der Richter am Hohen Gericht in London Peter Smith wies am Freitag einen Plagiatsvorwurf gegen den Verlag von Bestseller-Autor Dan Brown zurück.

Geklagt hatten die beiden Autoren des Sachbuchs, Michael Baigent und Richard Leigh. Es wäre falsch, wenn Autoren von Belletristik ihre Werke der eingehenden Prüfung durch Autoren vorgeblicher Geschichtsbücher unterziehen müssten, so wie dies bei «Sakrileg» der Fall gewesen sei, erklärte Richter Smith in seiner 71-seitigen Urteilsbegründung. Die Kläger hätten sich auf eine «selektive Zahl von Tatsachen und Ideen» gestützt, die für den Rechtsstreit künstlich aus dem Buch genommen worden seien.

Brown sagte, er freue sich darauf, sich nun auf seinen nächsten Roman zu konzentrieren. «Ich freue mich über das heutige Ergebnis, nicht nur aus persönlicher Sicht, sondern auch als Romanautor», sagte Brown.

Insgesamt wollten die Autoren 15 Millionen Euro Schadensersatz erstreiten.

Der Verlag Random House reagierte auf die Gerichtsentscheidung mit der Aussage, der Fall hätte nie vor Gericht kommen dürfen. Dies habe man den Klägern auch wiederholt zu vermitteln versucht, sagte Gail Rebuck vom Vorstand des Verlags.

Brown hatte im Prozess bestätigt, dass er und seine Frau Blythe, die einen Großteil der Informationen für den Thriller recherchiert hat, vor der Arbeit an «Sakrileg» auch «Der heilige Gral und seine Erben» gelesen haben. In sein Werk seien darüber hinaus jedoch Informationen aus 38 weiteren Büchern und hunderten Dokumenten eingeflossen.

Der «Sakrileg»-Prozess hatte im Februar diesen Jahres begonnen und gefährdete den Start des gleichnamigen Films. Auch der Verkauf des Buches «Sakrileg» wäre verboten worden, wenn die Kläger recht bekommen hätten. Einschneidend, wenn man bedenkt das Browns Buch bisher in 44 Sprachen übersetzt und 48 Millionen Mal verkauft wurde. (nz)