«Solaris»-Autor Stanislaw Lem gestorben
Zugleich engagierte er sich in der Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer. Nach dem Krieg fiel seine Heimatstadt an die Sowjetunion, und Lem zog nach Krakau, wo er von 1946 bis zuletzt gelebt hatte.
Die enge Verbindung von Fiktion und Wissenschaft Science Fiction im strengen Sinne also charakterisierte von Beginn Lems Erzählungen und Romane, von denen der erste, «Der Mensch vom Mars», bereits 1946 erschien.
Lems berühmtestes Buch wurde «Solaris» aus dem Jahr 1946, auch durch die beiden Verfilmungen von Andrei Tarkowski (1961) und Steven Soderbergh (2002). Die Romane «Planet des Todes» und «Der schweigende Stern» wurden ebenfalls verfilmt. Wichtig sind zudem die zahlreichen Erzählungen Lems, die unter anderem in der Sammlung «Die Sternentagebücher des Weltraumfahrers Ijon Tichy» aus dem Jahr 1961 zusammengefasst waren, und die philosophischen Werke des Autors.
Bis vor wenigen Jahren publizierte Lem auch in dem deutschen Internet-Magazin «Telepolis». Sein Augenmerk galt dabei insbesondere dem Internet und der Informationsexplosion, die er als bedeutendste Herausforderung unserer Zukunft ansah.
Stanislaw Lem starb nun im Alter von 85 Jahren in einer Krakauer Klinik. Er hat die Geschichte der literarischen Science Fiction geprägt wie kaum ein anderer und so ist diesem Verfechter der Selbstüberschreitung des Menschen ein Satz nachzurufen, den er selbst geschrieben hat: «Die erste Voraussetzung für Unsterblichkeit ist der Tod.» (nz)

