26. Jun 2005 12:01, ergänzt 12:15
Lang setzte sich bei den 29. Tagen der deutschsprachigen Literatur gegen 16 Mitbewerber aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich durch. Julia Schoch aus Potsdam erhielt für die Geschichte «Der Ritt durch den Feind» den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Jury. Der Text handelt von einer Kulturreise einer orientierungslosen Biografin.Der von den vier öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gestiftete 3sat-Preis in Höhe von 7500 Euro geht nach einer Stichwahl an Anne Weber, die in Straßburg lebt, für ihren Romanauszug, der in einem Großraumbüro angesiedelt ist.
Nach zwei Stichwahlen wurde Natalie Balkow aus Mönchengladbach als Trägerin des von 16 Verlagen getragenen Ernst-Willner-Preises ermittelt, der mit 7000 Euro dotiert ist. Das Publikum entschied sich via Internet-Votum für den bosnischstämmigen Sasa Stanisic, der den Kelag-Publikumspreis im Wert von 5000 Euro erhält.
Bei dem Lesewettbewerb stellen Autoren, die bereits Veröffentlichungen vorweisen können, auf Einladung eines der neun Juroren unbekannte Texte vor. Der Bachmann-Preis wurde 1977 in Gedenken an die in der Kärntner Hauptstadt geborene Dichterin Ingeborg Bachmann (1926-1973) gestiftet. Der Hauptpreis gilt als eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. (nz)