netzeitung.deHohe Strafen bei vorzeitigem «Potter»-Verkauf

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Lupe Hohe Strafen bei vorzeitigem «Potter»-Verkauf

Während für den neuen «Harry Potter»-Roman immer strengere Sicherheitsvorschriften festgelegt werden, hat ein Vergleich mit dem Zauberlehrling für einen politischen Eklat gesorgt.

Die neue Folge der Abenteuer des Zauberlehrlings Harry Potter sorgt bereits vor der Veröffentlichung für Wirbel: Buchhändler, die die deutsche Ausgabe des neuen Romans vor dem offiziellen Erscheinungsdatum am 1. Oktober verkaufen, müssen mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Das berichtet das Magazin «Focus».

1000 Euro pro Buch für einen guten Zweck
Selbst wenn sie nur einen einzigen Band vorab verkauften, müssten sie für jedes Buch, das beim Verlag bestellt wurde, 1000 Euro Konventionalstrafe zahlen, meldete das Magazin. Das Geld gehe dann an eine soziale Einrichtung.

Die englische Ausgabe von «Harry Potter and the half-blood prince» kommt am 16. Juli in den Handel. Teile der Originalversion werden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen auch in der thüringischen Stadt Pößneck gedruckt.

Zwischen Potter und anständigem Kleinbürger
Auch auf politischer Ebene hat Harry Potter jüngst für Aufregung gesorgt: Im Streit um die EU-Verfassung ist es wegen eines Vergleichs mit der Figur des Zauberlehrlings zu einem Eklat zwischen Belgien und den Niederlanden gekommen.

Der belgische Außenminister Karel de Gucht hatte den niederländischen Regierungschef und Referendumsverlierer Jan Peter Balkenende mit der Harry-Potter-Figur verglichen. De Guchts niederländischer Amtskollege Ben Bot bestellte daraufhin den belgischen Botschafter in Den Haag für Montag ein, wie der belgische Rundfunk am Sonntag berichtete. Die Bemerkung des Belgiers sei nicht hinnehmbar, hieß es zur Begründung.

De Gucht hatte in einem Zeitungsinterview den niederländischen Regierungschef als eine «Mischung von Harry Potter und einem anständigen Kleinbürger» bezeichnet. De Gucht schrieb nach dem Eklat an Balkenende, dass seine Aussagen falsch interpretiert worden seien. Die Niederländer hatten in der vergangenen Woche in einer Volksabstimmung die EU-Verfassung mit großer Mehrheit abgelehnt. (nz)