Rechtschreibreform: 

netzeitung.deAutoren fordern Rücknahme der Rechtschreibreform

 Herausgeber: netzeitung.de

Martin Walser meint, die Rechtschreibreform sei ein Produkt «bürokratischen Müßiggangs». Georg Klein will sie zurücknehmen und auf eine «wirkliche Erneuerung» warten.

Namhafte Autoren haben sich mit Kritik an der Rechtschreibreform zu Wort gemeldet. In der der «Bild-Zeitung» forderten der Präsident der Berliner Akademie der Künste, der Schweizer Adolf Muschg, Georg Klein und Martin Walser die Politiker auf, die Rechtschreibreform zu verhindern.

Die Reform müsse «sofort gestoppt werden. Sie ist unnötig wie ein Kropf und hat keine Verbesserung gebracht, sondern nur mehr Unsicherheit geschaffen», zitiert «Bild» Muschg.

Für Georg Klein ist die Reform «weniger als halbherzig.» Es sei keine Schande, etwas Missratenes aus der Welt zurückzurufen: «Wir sollten zur alten Rechtschreibung zurückkehren, bis unsere Phantasie und unser Mumm für eine wirkliche Erneuerung ausreichen», sagte Klein.

Martin Walser, dessen neuer Roman «Der Augenblick der Liebe» am Freitag in die Buchhandlungen kommt, betonte, dass er so schreibe, wie er wolle und die Reform sei nach seiner Ansicht auch nur «aus bürokratischem Müßiggang geboren» worden.(nz)