Jeder Beatlesfan weiß natürlich, wer Klaus Voormann ist. Überhaupt ist der aus Berlin stammende gelernte Grafiker keine unbekannte Größe in der Geschichte der Popmusik seit den frühen sechziger Jahren. Im Umfeld des Star Clubs gehörte er zum Umfeld der Beatles, auf die er vor allem seines eleganten Auftretens wegen großen Eindruck machte.Als Bassist wurde Voormann zwar nie ein festes Bandmitglied der Beatles, er begleitete die Band aber über viele Jahre und freundete sich besonders intensiv mit George Harrison an. Voormann spielte allerdings in mehreren anderen Bands und hat in der internationalen Popmusik wohl so viele Spuren hinterlassen, wie kein anderer Deutscher.
Als Mitglied der Manfred Mann Band hatte er mehrere große Hits, außerdem arbeitete er mit Phil Spector, Randy Newman, Harry Nilsson, Dr. John und Eric Clapton. Er war Gründungsmitglied von John Lennons Plastic Ono Band und nahm an dem von George Harrison organisierten Concert for Bangladesh teil.
Nebenbei war Voormann aber immer auch als Fotograf und Grafiker tätig. Er hat viele berühmte Plattencover gestaltet, unter anderem das für die Beatlesplatte Revolver. In seinem neuen Buch «Warum spielst du Imagine nicht auf dem weißen Klavier, John» erzählt Voormann, der heute in München lebt, aus seiner bewegten Geschichte. Seine Erinnerungen zeichnen zugleich das Portrait einer ganzen Musikergeneration. (nz)