Valérie Tasso Tagebuch einer Nymphomanin  | | | Foto: Verlag |
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ValérieTasso blickt auf eine Biografie mit viel Sex zurück. Nachdem sie zunächst aus freien Stücken mit vielen Männern geschlafen hatte, trieb sie Geldnot schließlich ins Bordell. Dabei haben sich gerade die schönsten Männer als Nieten im Bett herausgestellt.
Valérie Tasso, so suggeriert zumindest ihr Verlag, hat in aller Ausgiebigkeit das getan, wovon eine jede Frau angeblich träumt. Schon mit 15 Jahren kam sie auf den Geschmack und ist seitdem vor keiner sexuellen Gelegenheit und Erfahrung zurückgeschreckt. Wie die heute 35-jährige Tasso in ihrem «Tagebuch einer Nymphomanin» schreibt, war der Antrieb dahinter aber nicht zuletzt der schlechte Sex, den sie mit ihrem ersten Mann erleben musste. Im Verbund mit einem kokainabhängigen Liebhaber häufte sie schließlich einen Schuldenberg von 60.000 Euro an. Was blieb: der Gang ins Bordell. Als Prostituierte tat Tasso dann zwar täglich das, was sie auch zuvor am meisten getan hatte, allerdings verlor sie darüber den Glauben in die große Liebe. Wie in einem Roman ändert sich alles, als sie den einen für sie bestimmten Mann kennen lernt. Heute lebt die in Paris geborene Tasso in Spanien, und sagt von sich, dass sie weiß, was sie will, und, was Männer angeht, wählerisch geworden ist. Eine Lehre, die sie den Lesern aus ihrer Zeit als Prostituierte auf den Weg geben will: Gut aussehende Männer sind im Bett oft die größten Langweiler. Ihre besten Orgasmen habe sie mit solchen Freiern erlebt, die sie zunächst am liebsten wieder weggeschickt hätte. (nz)
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Valérie Tasso: Tagbuch einer Nymphomanin, Ullstein 2005, 352 Seiten, 8,95 Euro
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