»Entschuldigung, haben wir uns nicht irgendwo schon mal gesehen?«
Ob er den Frauen mit kleinen Geschenken oder mit geballter sexueller Energie entgegentrat – er war immer ein Mann mit Verve und Eleganz.Dieses ist die schonungslose Lebensbeichte eines Mannes, der seine Untaten immer mit chirurgischer Präzision beging und sich in infamer Weise als Objekt der Begierde inszenierte.
Ausgelöst durch sein Faible für schnelle Sportwagen verwirrte er die Damenwelt, brachte betuchte Witwen um ihr gesamtes Erbe, und auch junge Dinger waren vor ihm nie sicher. Bigamie war für ihn zu wenig, er war ein professioneller Septogamist (die Woche hat sieben Tage). Schuldgefühle kannte er nicht. Sein sagenhaftes Einfühlungsvermögen in die innere Welt seiner Opfer machte ihn zu einer herausragenden Koryphäe in der Welt des amourösen Non troppo.
Bestechende Zeugnisse seiner Liebeskunst sind die zahlreichen Dankschreiben früherer Opfer, die bis heute seine Geheimbriefkästen überall in der Welt füllen. Rodriguez Faszanatas lebt heute glücklich verheiratet weit entfernt von den Fängen der Justiz in Saõ Paulo und genießt seinen Lebensabend. Aus Geldnot hat er sich entschlossen, sein Leben aufzuschreiben.
Helge Schneider, geboren 1903, ist in der Literatur ein Außenseiter geblieben. Assessor für Physik an der Hochschule für Mathematik zu Babel von September 1952 bis August 1961, Weiterbildung zum Closett-Tieftaucher bei Professor Hans Hass, Germanistik-Lehrstuhl in Heilbronn und in Welfen. Voraussichtliche Einlieferung ins Bethesda-Krankenhaus in Duisburg wegen Fettabsaugen – doch nicht. Wahrscheinlich mehrere Kinder, die auf seine Rechnung gehen. Großer Preis von Japan im Jahre 1998 (der ewige Zweite!). (Verlag)