Scout Siegenthaler schwört DFB-Elf ein
22.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Mit einem Sieg gegen Schweden würden sich Kapitän Michael Ballack & Co. auch die ersten WM-Prämien sichern. 50.000 Euro würde der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bei einem Einzug ins Viertelfinale an jeden der 23 Akteure zahlen. Der Titelgewinn würde mit der Rekord- Prämie von jeweils 300.000 Euro honoriert.
Bereits am Freitag wird das deutsche Team am frühen Nachmittag von Berlin nach München fliegen und dort am Abend das Abschlusstraining bestreiten. Alle 23 Akteure sind nach derzeitigem Stand einsatzfähig. Klinsmann wird im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Ecuador aber wohl nur eine personelle Umstellung vornehmen. Für den im letzten Spiel der Vorrunde wegen einer drohenden Gelb-Sperre geschonten Christoph Metzelder muss Robert Huth wieder zurück auf die Bank. Das hatte Klinsmann bereits angekündigt.
Klinsmann holte den Dozenten an der Universität Heidelberg vor anderthalb Jahren in seinen Stab. «Die Mannschaft ist nicht nur körperlich stabil und gut drauf», betonte der Bundestrainer, «sondern sie ist auch mental auf diese WM gut vorbereitet.» Klinsmann sieht sein Team präpariert, um auch einmal einen Rückstand zu verkraften. «Wir haben über diese Situation schon öfter gesprochen. Uns wäre nicht bange davor. Man muss den Glauben haben, Spiele herumreißen zu können, wenn es sein muss, auch in der 92. Minute. Diese Überzeugung haben wir.»
«Eine WM wird auch im Kopf entschieden», sagt Hermann. Aber im Gegensatz zu Technik, Taktik und Kondition ist die psychologische Leistungs-Komponente schwerer zu fassen. Hermann erläutert es so: «Entscheidend ist, dass man als Spieler einen Werkzeugkoffer in der Hand hat und weiß, wie man sich psychologisch regulieren kann zu gewissen Zeitpunkten.» Ein Elfmeterschießen etwa, das über das Weiterkommen entscheiden könnte, werde nicht mit den Füßen gewonnen, sondern in erster Linie mit dem Kopf. «Das sind 80 bis 90 Prozent Psychologie. Denn schießen können alle.» (nz)

