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Richard Yates Zeiten des Aufruhrs  | | | Foto: Verlag |
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Eine schmucke Fassade verhüllt die ganze Ödnis einer kleinbürgerlichen Existenz. Richard Yates' «Zeiten des Aufruhrs» ist ein Klassiker des amerikanischen Vorstadtromans.
Nach außen hin sieht alles ganz idyllisch aus, doch im Innern des schmucken kleinen Häuschens in einer amerikanischen Vorstadt, in dem sich das junge Ehepaar Wheeler eingerichtet hat, herrscht Stillstand und Langeweile. Die Nachbarn sind der Inbegriff kleinbürgerlicher Engstirnigkeit, und auch die stupide Arbeit, die Frank Wheeler in einem Großraumbüro verrichten muss, zehrt an den Nerven.Seine Frau April ist eine mittelmäßig talentierte Schauspielerin und träumt sich insgeheim ins ferne Paris. Noch immer machen sich beide haltlose Illusionen von einem besseren Leben und gleichen sich doch allmählich ihrer Umgebung an, die sie nie gewollt haben. Richard Yates Roman «Zeiten des Aufruhrs» erschien 1961 und ist eine genaue Studie des gefängnisartigen und abgründigen Lebens in Suburbia. Das Buch, das nun wieder aufgelegt wurde, machte den Autor, wie die Herausgeberin Eva Menasse schreibt, zu einem «Fitzgerald seiner Zeit». Der manische Kettenraucher Richard Yates starb 1992 im Alter von 66 Jahren. (nz)
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Richard Yates: Zeiten des Aufruhrs, Manesse 2006, 572 Seiten, 22,90 Euro
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