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Fernando Pessoa Das Buch der Unruhe  | | | Foto: Verlag |
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Die Garküchen Lissabons und der Wind, der vom Tejo heraufweht, prägen die Atmosphäre von Fernando Pessoas Jahrhundertroman. «Das Buch der Unruhe» erzählt vom Drama im Menschen.
Es gilt als ein Meilenstein der portugiesischen Literatur und als Meisterwerk der literarischen Moderne. Fernando Pessoas «Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernado Soares». Und es nimmt seinen Ausgang von einem Lokal, das zwar mitten in Lissabon liegt, aber so wirkt, als gehöre es in eine Ortschaft ohne Bahnanschluss. «Der Wunsch nach Ruhe und die mäßigen Preise», so sagt Pessoa, hätten ihn eine gewisse Zeitlang hier zum Stammgast gemacht. Da er dort immer wieder demselben Mann begegnet sei, habe er schießlich begonnen, sich für ihn zu interessieren. Der Roman erzählt seine Geschichte. Genauestens erfasst Pessoa dabei die Atmosphäre der Baixa, diesem Lissabonner Stadtteil, der ihm zu einem ganzen Kosmos wird. Es sind die dort zwischen den Gerüchen der Garküchen und Kaffeehäuser vor sich hin dösenden Menschen, der Wind, der vom Tejo heraufweht und die Farben dieser hellen und doch immer melancholischen Stadt am Atlantik, die den Autor umtreiben. Sein eigentliches Interesse, so schreibt der Verleger Egon Amman im Nachwort dieser liebevoll neu aufgelegten und überarbeiteten deutschen Übersetzung, gilt dem «Drama im Menschen.» Fernando Pessoa lebte von 1888 bis 1935 und gilt als Schlüsselfigur der modernen Literatur. (nz)
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Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe, Amman 2006, 576 Seiten, 19,50 Euro
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