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Ernst Augustin Eastend  | | | Foto: Verlag |
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Die Psychogruppen der Siebziger haben nicht nur zum Erkenntnisgewinn beigetragen. Manch einer verlor seine Frau ans Kollektiv. Ernst Augustins Roman «Eastend» ist wieder aufgelegt worden.
München in den siebziger Jahren. So schön und ruhig es hier ist, sind die Leute doch nicht zufrieden. Sie wollen neue Erfahrungen sammeln, und sie wollen das gemeinsam tun. Gemeinsam heißt: sie finden sich zusammen in der «Gruppe», in der Selbsterfahrung auf dem Programm steht, und das Zutagefördern von lange Verschüttetem, die Aufhebung gesellschaftlicher Zwänge und Auflösung sexueller Hemmungen. Als sich der Psychotherapeut Almund Grau von seiner Ehefrau Kerry überreden lässt, einer solchen Gruppe beizutreten, zeigt sie sich ihm von ihrer harten und hässlichen Seite. Kerry läuft ihm, aufgewühlt durch das kollektive Erleben, schlicht davon und treibt Grau in die Verzweiflung. Der Fall ist so ernst, dass er die Stadt verlässt und nach London zieht. Dort wendet sich das Schicksal: er trifft am richtigen Ort die richtigen Leute und bereitet seine Rückkehr nach München vor. Noch immer geht es ihm dabei nur um eines: Grau will seine Frau zurück. Ernst Augustins Roman «Eastend» erschien zum ersten Mal vor 23 Jahren und wird nun im C.H.-Beck-Verlag neu aufgelegt. Der 1927 geborene Augustin kennt sich aus eigener Erfahrungen gut aus mit den Psychogruppen, um die es im Roman geht. Bevor er Schriftsteller wurde, hat er selbst als Arzt und Psychiater gearbeitet. Für seine Romane hat er unter anderem den Hermann-Hesse-Preis und den Kleist-Preis bekommen. (nz)
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Ernst Augustin: Eastend, C.H. Beck 2005, 328 Seiten, 22,90 Euro
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