Walter Moers Die Stadt der träumenden Bücher  | | | Foto: Verlag |
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Hildegunst von Mythennetz will ein großer Dichter werden und scheut weder unterirdische Monster, noch den großen Schattenkönig. Walter Moers hat einen Fantasyroman aus dem abenteuerlichen Reich der Literatur geschrieben.
Hildegunst von Mythennetz, so heißt der Held des neuen Romans von Walter Moers, ist ein fetter Lindwurm, dessen einziger Traum es ist, ein großer Schriftsteller zu werden. In die Schule ist er bei dem Dichter Danzelot von Silbendrechsler gegangen, und mit «hier fängt die Geschichte an» ist er auch bereits auf den perfekten ersten Satz eines Buches gestoßen. Ein weitere Errungenschaft: In seinem Märchen «Ensel und Krete» hat er das Prinzip der Mythennetzschen Abschweifung entwickelt.Als Mythennetz in der Bibliothek seines verstorbenen Onkels auf ein geniales aber anonymes Manuskript stößt, macht er sich auf die Suche nach dessen Verfasser, denn der scheint ihm der Schlüssel zur Vollendung des dichterischen Handwerks zu sein. Er begibt sich nach Buchhaim, eine Stadt, die aus Verlagen und Antiquariten besteht und ein weit verzweigtes und kilometertiefes Netz unterirdischer Katakomben zu bieten hat. Hier lauern Mythennetz aber allerhand Gefahren auf, denn unter der Erde leben fleischfressende Monster und nicht zuletzt der geheimnisvolle Schattenkönig. Niemand hat diesen Fürst der Unterwelt je zu Gesicht bekommen, doch soll sich der Schleier um die Identität dieses dunklen Herrschers im Verlaufe dieses Romans langsam lüften. Walter Moers, der vor allem als Titaniczeichner und Erfinder des «Kleinen Arschlochs» berühmt geworden ist, hat seinen Fantasyroman «Die Stadt der träumenden Bücher» selbst illustriert. (nz)
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Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher, Piper 2004, 455 Seiten, 22,90 Euro
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