netzeitung.deKrankenversicherung bei GM rückt näher

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Die Konzernzentrale von General Motors in Detroit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Konzernzentrale von General Motors in Detroit
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General Motors und die Gewerkschaft UAW haben sich auf einen Versicherungsfonds für Betriebsrentner geeinigt. In welcher Höhe sich GM beteiligt, steht aber noch nicht fest.

General Motors (GM) und die amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW haben in ihren für die Zukunft der US-Autoindustrie wichtigen Tarifverhandlungen einen Durchbruch bei den milliardenschweren Krankenversicherungs-Kosten erzielt.

Sie wollten noch am Wochenende die finanziellen Zusagen für einen Krankenversicherungsfonds für die GM-Betriebsrentner endgültig erreichen, berichtete die «Detroit News» am Sonntag in ihrer Onlineausgabe.

Der sogenannte «VEBA»-Fonds (Voluntary Employees' Beneficiary Association) sei Kern eines neuen vierjährigen GM- Tarifvertrages. Die Tarifpartner hätten sich auf ein Rahmenwerk für den Krankenversicherungs-Fonds für hunderttausende von GM- Betriebsrentnern geeinigt, hieß es. Es geht dabei um die Übertragung von mehr als 50 Milliarden Dollar an Krankversicherungs-Verpflichtungen für 340.000 GM-Betriebsrentner und ihre Angehörigen.

Eine endgültige Vereinbarung könne erst getroffen werden, wenn Hauptpunkte wie die Höhe der GM-Finanzierungsbeiträge geklärt würden und woher das Geld kommen solle. GM sei nicht bereit, mehr als 65 Prozent für die zukünftigen Krankenversicherungs- Verpflichtungen beizusteuern und dränge auf eine niedrigere Zahl, hieß es in anderen Medienberichten. Die Gewerkschaft wolle einen höheren Prozentsatz, um spätere Ausfälle zu vermeiden.

Weitere noch offene Verhandlungspunkte sind Löhne, Pensionen, die Sicherung von Arbeitsplätzen, Werksschließungen und ein hoher Abschlussbonus für die GM-Arbeiter, um ihnen einen VEBA-Fonds schmackhaft zu machen. Auch bei Ford und Chrysler müssen neue Tarifverträge vereinbart werden. Sie werden voraussichtlich fast gleich ausfallen wie ein GM- Tarifabkommen.

Insgesamt werden nach Darstellung der «Detroit News» 180.000 aktive US-Autoarbeiter und rund 400.000 Betriebsrentner bei GM, Ford und Chrysler durch neue Tarifverträge abgedeckt werden. (dpa)