Oberstaatsanwalt Schmidt-Sommerfeld sagte, der Motoradfahrer sei nach eigenen Angaben mit dem bemängelten Bremssystem verunglückt. Der Mann habe von ähnlichen Fällen bei anderen BMW-Fahrern berichtet. Dies werde derzeit überprüft. Die Recherchen seien «aufwendig und schwierig», weil bei jedem Unfall die tatsächliche Ursache ermittelt werden müssten. «Das wird noch eine ganze Weile dauern.» BMW wird laut Stoffregen in diesen Tagen die angeforderte Stellungnahme bei der Staatsanwaltschaft einreichen. Unabhängig davon hat sich bei vielen BMW-Motorradfahrern eine Verunsicherung in das Integral-ABS, bei der Betätigung des Handbremshebels wird auch das Hinterrad abgebremst, breit gemacht. Das zeigt sich auch in den Internetforen, in denen in den zurückliegenden Tagen kontrovers über dieses Thema diskutiert wurde. Verunsichert dürften die BMW-Fahrer auch deshalb sein, weil selbst der Leiter der Qualitätssicherung bei BMW, Robert Kahlenberg, in einer fehlgeleiteten internen Mail unter anderem ausführte: «Übrig bleibt der unbefriedigende Zustand der Komplexität unseres Bremssystems.» Zudem schrieb er, dass «eine Fehlerfreiheit der gesamten Produktion» nicht sicherstellbar sei. Von daher kann man gespannt sein, was die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ergeben werden. (nz)