netzeitung.deFragen an den «Autopapst» vom März

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 (Foto: nz/flehmer<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe
Foto: nz/flehmer
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Netzeitung Lösungen für die Probleme. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } Zur Person: "Autopapst" Andreas Kessler Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur arbeitet seit vielen Jahren als Motorsport-Journalist bei diversen Radiosendern und Printmedien. Den Lesern der Netzeitung ist der 45-Jährige bei der Lösung ihrer Probleme behilflich.

Schwierigkeiten beim Anfahren, laute Geräusche beim Bremsen oder eine schleifende
Kupplung. «Autopapst» Andreas Kessler ist behilflich und spart eventuell den Werkstattbesuch. Schildern Sie in untenstehender Mail Ihre Probleme. Geben Sie dabei folgende Daten mit an:

– Modell (z.B. VW oder Daihatsu)
– Typ (Kombi oder Limousine)
– Baujahr
– Kraftstoffart (Benzin oder Diesel)
– ggf. Getriebeart (Automatik oder Schaltgetriebe)


Torsten Schneider fragt:
An meinem Fiat Tipo, Baujahr 1992, treten zwei Probleme auf: Wenn ich mit dem Wagen anhalte, muss ich mit dem Gaspedal spielen, damit der Motor (Benziner) nicht abstirbt. Das Problem tritt allerdings nicht immer auf. Ferner nimmt der Tipo trotz Vollgas kein Tempo mehr auf. Er verharrt bei einer Geschwindigkeit, um dann urplötzlich doch wieder schneller zu werden.

Das Auslesen des Fehlerspeichers bei Fiat hat ergeben, dass die Lambdasonde defekt ist. Kann das der Grund sein? Was macht eine Lambdasonde?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Die Lambdasonde wird gern als Ursache von rätselhaften Symtomen genannt - in Ihrem Fall könnte sie tatsächlich der Übeltäter sein! Wahrscheinlicher ist es aber das Drosselklappenpotenziometer - austauschen!

Zur Lambdasonde: Das ist eine elektronische «Nase» für den Sauerstoffgehalt des Abgases und sitzt in der Nähe des Motors im Abgaskrümmer. Die Funktion der Lamdasonde basiert auf einem Festelektrolyt, der bei ausreichender Temperatur für Sauerstoffionen durchlässig ist. Beim Eintritt in die Lamdasonde verlieren die Sauerstoffionen ein Elektron, wodurch zwischen den Elektroden der Lambdasonde eine Spannung entsteht.

Bei fettem Gemisch (Sauerstoffmangel) entsteht eine hohe Spannung, bei magerem Gemisch (Sauerstoffüberschuss) entsteht eine niedrige Spannung. Diese Spannungen sind die Steuergrößen für die Kraftstoffzumessung und damit für die Abgasqualität. Der Punkt, bei dem der Kraftstoff ideal verbrennt, hat 14,7 Anteile Luft auf 1 Teil Kraftstoff. Dieses so genannte stöchiometrische Gemisch nennt man auch «Lambdapunkt».

Robert Haselbauer fragt:
Ich fahre einen VW Golf IV, Baujahr 1999, mit dem 1.4 16 V-Motor. Ich habe das Problem, dass der Motor hin und wieder beim Anhalten abstirbt. Die Drosselklappen wurden schon einmal gereinigt; das hat aber nicht lange geholfen. Wo könnte die Ursache hierfür liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Lassen Sie mal das Drosselklappenpotenziometer prüfen! Die Leerlaufposition dieses Bauteils ist häufig so abgenutzt, dass es für ein stabiles Leerlaufgemisch nicht mehr reicht. Das Teil gibt es übrigens auch im Zubehörhandel zu kaufen, natürlich preiswerter als beim Werk. Vorher würde ich aber mal einen «Einspritzsystem-Reiniger» in den Tank kippen (empfehlenswert: Motul «Fuel System Clean»).

Norbert Jurczyk fragt:
Ich fahre einen Ford Escort Turnier, BJ 1996, 1.6i 16 V. Habe vor rund 40.000 km die Bosch-Platin-Zündkerzen gewechselt. Habe gehört, dass diese bis zu 60.000 km halten sollen. Ist dies richtig? Danke für die Hilfe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
In der Tat sind die modernen High-Tech-Kerzen, zu denen auch die von Ihnen eingebauten gehören, sehr langlebig (aber auch teuer!). Der Grund sind die extrem langen Wartungsintervalle der aktuellen Auto-Modelle; die Industrie schreibt den Zulieferern vor, wie lange diese Bauteile halten müssen. Allerdings ist nicht jede «Super-Power-Kerze» für jedes Auto geeignet! Bei bestimmten älteren Motoren sind die guten alten «Bosch Super-Thermo-Elastik» immer noch erste Wahl.

Christian Breuer fragt:
Bei meinem BMW 316 ti wechseln die Anzeigen des Radios und der Klimaautomatik unvermittelt von hell auf dunkel und umgekehrt. Außerdem beobachte ich seit einiger Zeit, dass das Gebläse hinter der Frontscheibe nur heiße Luft abgibt, obwohl ich die Lüftung auf kalt gestellt habe. Wo liegt hier das Problem?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Fachleute schätzen, daß etwa 50 Prozent aller BMW-Fahrzeuge über kurz oder lang mit diesem Problem zu kämpfen haben! Die Vertragshändler kennen die Ursache und rufen für ein Ersatzteil etwa 250,-- Euro zuzüglich der Einbaukosten auf. Durch das häufige Auftreten dieses Defektes haben sich aber auch freie Spezialisten am Markt etabliert, die Abhilfe schaffen können.

Mira Fichtel fragt:
Mein Corrado 2,0, 85 kW, EZ 1/95, 131.000 km, springt seit Jahren im kalten Zustand bei jeder Außentemperatur sofort an. Wird der Wagen kurzzeitig abgestellt und innerhalb der nächsten 15 Minuten angelassen ebenso. Bei Standzeiten zwischen ca. 15 und 60 Minuten, also wenn der Motor noch ein «bisschen» warm ist, dauert der Anlassvorgang ca. 10 Sekunden bis er anspringt. Haben Sie eine Idee, woran das liegen könnte? Mein Corradoschätzchen und ich wären für Ihre Hilfe sehr dankbar.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Die Lösung ist typisch VW: Der Motortemperaturfühler ist defekt und gaukelt dem Steuergerät einen kalten Motor vor. Dadurch sorgt eine im Vergleich zur Motortemperatur zu große Einspritzmenge für ein überfettetes Gemisch und das Auto springt nicht an. Nach längerem Orgeln wird der «falsche» Temperaturwert durch ein «Notprogramm» überschrieben, der Motor bekommt ein startfähiges Gemisch und nimmt die Arbeit auf. Lassen Sie den Motortemperaturfühler wechseln!!

S. H. fragt:
Ich fahre einen Vento GLX, 90 PS, Baujahr 1994, Benziner mit Schaltgetriebe: Wenn es ein regnerisches, feuchtes Wetter ist und der Motor warm ist, so ca. 80-90 Grad, dann hält der Motor nicht mehr die Lehrlaufdrehzahl, sondern lässt diese einfach abfallen, so dass der Motor ausgeht... VW hat schon einiges ausgetauscht, die letzte Chance laut VW wäre die Lambdasonde. Haben Sie eine bessere Idee???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Wenn den Jungs von VW nichts mehr einfällt, dann ist es die Lambdasonde.... Bei heißem Motor ist es der Lambdasonde völlig egal, ob es feucht, trocken oder nass ist! Rund um ihren Einbauplatz herrschen mehrere Hundert Grad Celsius, da verdampft jeder Tropfen sofort! Leider weiß ich nicht, was alles schon ausgetauscht worden ist, ich rate zur Verteilerkappe! Wenn das noch die erste ist, liegt die Trefferquote bei 87,2 %....

Torsten Wulff fragt:
Ich fahre einen Ford Focus Futura 1.8 (Baujahr 2000). Seit einiger Zeit funktioniert der Handsender der ZV nur noch sporadisch. In der Werkstatt wurde festgestellt, dass der Sender aber i.O. ist. Der Empfänger ist das Problem. Allerdings (wer hätte was anderes erwartet) müsste zur Behebung des Problems die komplette Elektronikbox gewechselt werden. Das ist mir dann doch etwas zu teuer. Gibt es eine andere Möglichkeit?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Diagnose von profunder Sachkenntnis getragen war, müssen Sie wohl in den sauren Apfel beißen und eine neue Blackbox kaufen; das muß aber nicht die vom Hersteller sein! Hier ist ein Beispiel für ein Angebot des Zulieferers Waeco, der entsprechendes bietet. Allerdings haben Sie dann einen zusätzlichen Sender am Schlüsselbund, was aber verschmerzbar sein dürfte. Waren Sie zur Diagnose übrigens bei einer Ford-Werkstatt? Wenn ja, fragen Sie dort (oder bei einer anderen, als «Zweitmeinung») mal nach einem Up-Date für die Steuerung. Vielleicht reicht ja auch eine Aktualisierung der Fahrzeug-Software als Lösung.

Nicolette Pichl fragt:
Bei meinem Peugeot 106, Baujahr 1997, stirbt der Motor bei Regenwetter bisweilen ab, wenn ich auf die Bremse trete oder auskupple. Die Drehzahl geht dann meist kurzzeitig unter 500 Umdrehungen zurück. Im Leerlauf läuft der Motor dann auch sehr unruhig. Der Motor lässt sich aber problemlos wieder starten.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da dieses Problem nur bei Regenwetter auftritt, liegt der Fehler mit höchster Wahrscheinlichkeit im Bereich der Zündanlage. Besonders in Augenschein nehmen würde ich die Verteilerkappe und die Zündkabel. Und wenn Sie schon dabei sind, tauschen Sie auch gleich die Zündkerzen!

Sollte sich nach dem Austausch dieser relativ schnell und preiswert zu wechselnden Teile keine durchschlagende Besserung ergeben, vermute ich die Ursache in der Einspritzelektronik oder in der Motorsteuerung.

Ewald Lehermeier fragt:
Ich habe einen Ford Escort (Limousine), Baujahr 1995. Es ist ein Benziner mit Schaltgetriebe, der leider schon seit etwa einem Monat Probleme mit dem Anlassen hat. Er war jetzt schon des öfteren in der Werkstatt, dort wurden die Zündkerzen und das Steuergerät ausgetauscht. Danach hatte er die ersten Male gar kein Problem mit dem Anspringen. Nach fünf bis zehn Mal mal anlassen ließ er sich dann überhaupt nicht mehr starten. Vielleicht wissen Sie was man machen kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Beim Lesen Ihrer Anfrage dachte ich spontan an die Höhe der Rechnung, die Ihnen nach dem Tausch der Zündkerzen und des Steuergerätes präsentiert worden sein muss..... Ich hoffe, es gab eine Rechnung, denn nur mit diesem Papier in der Hand wird der Werkstattchef Sie jetzt wieder anhören wollen! Die Werkstatt befindet sich noch in der Gewährleistungszeit, die Reparatur liegt nach Ihren Angaben erst einen guten Monat zurück. Da die Reparatur fruchtlos geblieben ist, «darf» die Werkstatt jetzt nachbessern, und zwar kostenlos!! Die beiden Positionen (Zündkerzen und Steuergerät) lassen bei mir den Verdacht aufkommen, das auf «Verdacht» repariert wurde («Der Wagen springt nicht an; die Kerzen haben wir schon gemacht, das kann bloß noch das Steuerteil sein....»). Da das ursprüngliche Problem «Nichtanspringen» nach kurzer Zeit wieder aufgetreten ist, liegt der Fehler offenbar weder bei den Kerzen noch am Steuergerät. Wir beide müssen uns jetzt nicht den Kopf zerbrechen, sondern die Werkstatt! Zum Schluss noch eins: Lassen Sie sich nicht abwimmeln! Wer Steuergeräte auf Verdacht tauscht, muss auch für die Folgen seines Tuns haften!

Klaus Wegstein fragt:
Mein VW Bus T4 TDI, 2,5l, Bj.1999 hat einen Kilometerstand von 77.000. Vor circa einem Jahr wurde der Luftmassenmesser ausgetauscht, dann die Einspritzpumpe, seitdem läuft er wieder. Aber die Zeit, die der Motor nach einem Kaltstart zum Erwärmen braucht, hat sich fast verdoppelt. Die ersten fünf Kilometer bewegt sich die Nadel im Armaturenbrett überhaupt nicht, und die Nadel geht dann auch nicht konstant nach oben, sondern geht immer mal wieder etwas zurück. Das Thermostat wurde schon ausgetauscht, es hat nichts bewirkt. Die Zusatzheizung ist «i.O.» - in Ordnung, die Heizung im Innenraum meiner Meinung nach ebenfalls. Was könnte das Problem sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die wesentlichen Dinge funktionieren bei Ihrem Auto offenbar, und selbst die Heizwirkung wird von Ihnen als «i.O.» bezeichnet, was einen gut laufenden TDI fast schon adelt.... Ich vermute als Ursache des von Ihnen beschrieben Phänomens lediglich einen defekten oder gealterten Kühlwasser-Temperaturfühler. Wechseln Sie ihn aus, das Teil ist nicht teuer und schnell getauscht. Erst, wenn sich dann nichts an der Anzeige in Ihrem Armaturenbrett ändert, würde ich etwas mehr in die Tiefe gehen (was länger dauert und dem Blick in die Kristallkugel nahe kommt...)

Marcus Sydow fragt:
Ich fahre einen Mercedes Sprinter 212D, Baujahr 1997 mit einer Laufleistung von 415.000 Kilometern. Was kann man von den verschiedenen verschleißmindernden Motorinnenbeschichtungen erwarten? Ich verwende seit eineinhalb Jahren eine keramische Beschichtung. Was sind Vor- bzw. Nachteile gegenüber dem neuen Schwer-PTFE und ist es gegebenfalls möglich, umzusteigen? Haben die Mittel eventuell negative Auswirkungen auf den Turbolader? Wie sieht die Anwendung im (Schalt)-Getriebe aus?

Autopapst Andreas Kessler anwortet:

Die Antwort auf diese häufig gestellte Frage kommt einem Glaubensbekenntnis gleich! Die Fachzeitschrift «Auto-Bild» hat einmal nach einem Test diverser Zusatzschmierstoffe resümiert: «Wenigstens schaden die Mittel dem Motor nicht!». Diese Aussage scheint auch in Ihrem Fall zuzutreffen. Ich vermute in den letzten 18 Monaten eine Laufleistung von etwa 70.000 Kilometern. Allerdings sind Zusatzschmierstoffe deutlich teurer als hochwertige Motoröle und nutzen eigentlich nur dem Kontostand von Hersteller und Vertreiber.

Gute oder schlechte «Mittelchen» gibt es nicht, sie basieren alle auf einem relativ billigen Einbereichs-Motoröl, in welches PTFE-Flocken gemischt werden. Diese sollen sich an den hochbelasteten Reibstellen des Motors absetzen und dort schmierend wirken (wer allerdings einmal eine Probe dieser Mittel im Glas beobachtet hat, sah nur zu Boden sinkende Partikel!).

Sämtliche in der Werbung und den Produktbeschreibungen behaupteten Vorzüge der Ölzusätze sind von keinem Testinstitut jemals nachvollzogen worden. Die Schmierstoffhersteller argumentieren gar mit einer «Verschlimmbesserung» der Motorschmierung durch unabgestimmt ins Öl eingebrachte Additive. Bei der Benutzung in Schaltgetrieben sind häufig Schaltschwierigkeiten aufgetreten, weil die Synchronringe plötzlich nicht mehr «bremsend» auf die Zahnräder einwirken konnten. Ich rate Ihnen dringend von Experimenten ab. Andererseits gibt es vielleicht Hochschuleinrichtungen oder gar Hersteller-Forschungslabors, die sich für Ihren Motor interessieren. Wer weiß...?

Stefan Pausch fragt:
Bei unseremMB W124 200TE tritt folgender Fehler auf: Sobald der Tank zur Hälfte leer ist, will er nicht mehr anspringen. Nur durch Gasgeben (macht man ja eigentlich nicht) lässt er sich überreden, doch zu starten. Das Problem tritt auf, egal ob es warm, kalt, feucht oder trocken ist.

Eine Kraftstoffsystemreinigung brachte für die nächsten zwei Tankfüllungen Abhilfe, aber danach tritt es wieder auf. Was kann ich tun und was kostet es?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zu Ihrem Problem fällt mir der 190E meines Nachbarn ein, der mit dem gleichen Problem zu kämpfen hatte (immerhin ist da der gleiche Motor wie in Ihrem Stern eingebaut!).

Nach langer und teurer Suche diverser so genannter Spezialisten haben die Leute von Mercedes schließlich das Steuergerät (vulgo «Kraftstoffpumpenrelais») für die Benzinpumpe gewechselt. Schlagartig war mein Nachbar wieder ein glücklicher Mensch...

Katja K. fragt:
Ich fahre einen Peugeot XRD, Diesel, Bj 94, 181.000 Kilometer. Dieser hat eine Warnleuchte für Wasser im Kraftstoff. Diese leuchtet besonders gerne (und unregelmäßig) auf, wenn es feuchtes Wetter gibt. Anfänglich haben wir in Panik den Kraftstofffilter gewechselt aber der war o. k. Die Lampe geht aber nach kurzer Zeit oder beim nächsten Start auch wieder von alleine aus. Muss ich mir Gedanken machen oder liegt da nur ein elektrisches Kontaktproblem vor? Und wie sieht es aus, falls ich wirklich mal Wasser im Filter haben sollte es aber nicht merke, da ich die Lampe ignoriere?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie liegen ganz richtig: Der Kontakt des Schwimmers ist sicher im Laufe der Jahre etwas korrodiert und schließt nicht immer sicher (beim Bosch-System); das führt zum Flackern der Kontrollleuchte. Sie können zwei Dinge tun: Ignorieren (zweitbeste Lösung) oder den Schwimmer wechseln (damit wäre die Kontrollfunktion wieder hergestellt!). Beim Roto-System gilt das oben gesagte sinngemäß, hier handelt es sich jedoch um einen Sensor, der die Leitfähigkeit des Diesels misst (verändert sich bei zunehmendem Wassergehalt).

Sollten Sie die zweitbeste Variante bevorzugen, saugt die Förderpumpe bei zu hohem Wasserstand irgendwann Wasser an; das zündet natürlich nicht und wird nur ausgedampft. Der Motor kommt dabei ins Stottern und das Kraftstoffsystem korrodiert auf die Dauer. Also: Nicht empfehlenswert....

Ramona Kiecke fragt:
Wir fahren einen Opel Astra BJ 1992 (Benziner). Immer wenn es draußen nass ist, sei es durch Tauwetter oder starken Regen springt das Auto morgens nicht oder nur sehr schwer an. Der Motor läuft an, aber der Funken springt nicht über. Selbst in der Waschanlage ist der Motor während der Wäsche ausgegangen, ließ sich aber wieder starten, nachdem wir durch die Trocknung waren. Wir haben einen neuen Zündverteiler/Kerzen vor ca 60.000 Kilometern einbauen lassen. Was kann man machen, dass es zuverlässiger wird?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wechseln Sie noch das Zündgeschirr! Das sind die vier Kabel vom Verteiler zu den Kerzen und ein Kabel von der Zündspule zum Verteiler. Bei Autos im Alter Ihres Astra sind die Isolierungen der Zündkabel häufig so porös, das bei Feuchtigkeit kein geregelter Spannungstransport zu den Kerzen stattfindet. Oder ein Marder hat seine Zähne am köstlichen Kunststoff getestet...

Florian Schuller fragt:
Bei meinem 1990er Renault Espace (Phase II), 2.2 Benziner (Einspritzer) schwankt die Motordrehzahl im Leerlauf oder bei Entlastung des Motors beim Gangwechsel zum Teil so stark unter die normalen 900 Umdrehungen pro Minute, dass der Motor manchmal sogar abstirbt. Was könnte die Ursache für diese nicht regelmäßig auftretende (kein Zusammenhang mit der Motortemperatur) Anomalie sein? Vielen Dank im Voraus für ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Antwort: Hier zieht das Triebwerk offenbar Nebenluft! Spontan fällt mir der Schlauch zwischen Ansaugkrümmer und Bremskraftverstärker ein. Sobald sich der Motor relativ zum Rest des Autos bewegt (Lastwechsel, Bremsen, Anfahren), öffnet sich beispielsweise ein sonst fast geschlossener Riss etwas weiter, der Druck im Ansaugrohr verändert sich und schon fällt die Drehzahl in den Keller! Testen können Sie das folgendermaßen: Sprühen Sie bei laufendem, warmem Motor verdächtige Stelle des Ansaugsystems (Flanschdichtungen, Luftschläuche, Unterdruckleitungen) mit z.B. Bremsenreiniger an. Wenn an einer Stelle der Motor hochdreht, haben Sie die Stelle! Auswechseln oder abdichten, und alles wird gut....

Jost Wolf fragt:
Mein '93er Golf 3 GL Automatik, 118.000 Kilometer, 90 PS Benziner (Motorkennbuchstabe ABS), hat leider auch beim jetzt wärmeren Wetter ein Problem nicht abgelegt:

Der problemlos startende kalte Motor säuft bei normaler Beschleunigung beim Schalten in den dritten, manchmal auch den vierten Gang fast ab. Mitunter kann nur ein energischer Tritt aufs Gaspedal das verhindern. Nach etwa einem Kilometer Fahrstrecke ist das Problem wie weggeblasen.

Außerdem ist bei 3/4-Gas ein leicht «wellige» Beschleunigung bemerkbar. Die bleibt allerdings auch bei warmem Motor.

Das VW-Diagnosegerät zeigte keinen Fehler an. Mein Händler ist ratlos.

Kürzlich wurde das Kühlwasserthermostat getauscht , weil der Motor nie 90 Grad erreichte. Das hatte aber keine Auswirkung auf das Kaltlauf-Problem.

Außerdem wurde ein HJS-Leerlaufregeler eingebaut, um den Wagen auf Euro 2 zu bekommen. Auch der Regler veränderte das Problem nicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf eine Kombination aus defektem Temperaturfühler und fehlerhaftem Drosselklappen-Potiometer. Bei der Laufleistung können beide Komponenten defekt bzw. verschlissen sein, die Automatikversion des Golf 3 reagiert darauf besonders empfindlich (Sie können bei automatischem Getriebe leider nicht mit Gas und Kupplung spielen und die eigentlich unbedeutenden Fehlfunktionen ausgleichen!). Ich würde beide Teile auf Verdacht wechseln lassen, da die Preise für Ersatzteile günstiger sind als eine lange und damit teure Fehlersuche.

Brigitte Leonhardt fragt:
Hallo, Herr Kessler,

Sie sind vielleicht meine letzte Rettung: Mein Peugeot 106, Benziner, BJ 3/2003, 60 PS ruckelt sporadisch und wetterunabhängig beim «Schiebebetrieb», meist bergab, vermehrt im 3. u. 2. Gang. Mal nur ansatzweise, dann wieder recht heftig. Mal läuft er tagelang normal, dann hüpft er wieder. Gebe ich Gas oder drücke die Kupplung, ist es wieder weg.

Die Werkstatt hat schon alles ausgetauscht, was in Frage kommen könnte. Das Problem: Der Fehler zeigt sich in der Werkstatt absolut nicht! Habe den Wagen schon fünf Mal dort gehabt. Jedesmal wurde was anderes ausgetauscht. Ergebnis: zwei Tage läuft er, dann fängt`s wieder an. Meine Garantie läuft diesen Monat aus. Ich werde auch schon schief lächelnd angesehen, so nach dem Motto: Frauen am Steuer... Wie geht`s weiter? Ich bin mit den Nerven am Ende.

Danke für Ihre Hilfe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf eine ordinäre Undichtigkeit im Ansaugtrakt! Bitten Sie die Werkstatt, bei warmgefahrenem Motor verdächtige Stellen mit einer leichtflüchtigen Flüssigkeit zu besprühen. Wenn dann der Motor hoch dreht, haben Sie den Übeltäter (z. B. eine undichte Dichtung am Ansaugkrümmer). Wenn das nicht hilft, komme ich mit Ferndiagnosen leider auch nicht weiter ...

Mario fragt:
Ich habe einen Mercedes 300 te w124 Kombi, Baujahr 89, Benziner Schaltgetriebe. Ich bin gestern liegen geblieben. Auf einmal konnte ich kein Gas mehr geben. Der Gaszug ist okay, die Benzinpumpe auch. Ich vermute, dass ein Relais nicht mehr arbeitet. Aber wo finde ich das? Gibt es im Internet eine Seite, wo man einen Plan für den 300 te bekommt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es liegt wahrscheinlich doch am Gaszug! Obwohl er nicht gerissen sein muss (das machen die im W124 fast nie), ist er mit der «Gasfabrik» nicht mehr richtig verbunden. Der Grund liegt in einer kleinen Plastikhülse, an der sich die Kugel des Gaszuges am Gasgestänge abstützt. Ohne diese Hülse schlabbert der Gaszug leer vor sich hin, ohne dass die Bewegung auf das Gestänge übertragen wird.

Das Teil hat die Ersatzteilnummer A 202 301 00 93, heißt «Führungsstück für Drahtzug mit Walzenführung» und kostete im vorigen Jahr 0,41 € brutto. Übrigens ist es bei praktisch allen Motoren eingebaut, selbst beim R129 600SL sitzt es oben auf der Ansaugspinne. Der Wechsel geht auch für Anfänger schnell, notfalls muß der Luftfilter demontiert werden.

Einen Link zu einem Schaltplan kann ich nicht posten, weil es «den» Schaltplan nicht gibt. Dazu sind die W124er einfach zu unterschiedlich ausgestattet. Allerdings kann man sich auf der WIS-CD (gibt´s beim freundlichen Mercedes-Ersatzteil-Händler!) genau den Teil des Plans suchen, den man braucht.

Tim Bordon fragt:
Ich fahre ein Audi 80 Cabriolet, Baujahr 1994, Benziner, Schaltgetriebe, 70.000 Kilometer. In letzter Zeit ist es vermehrt aufgetreten, dass das Auto unruhig lief. Im Leerlauf stottert das Auto und die Umdrehungen pendeln zwischen 500 und 1000 U/Min.

Auch die Auspuffgase kamen dann stoßweise und kräftig aus dem Auspuff. Wenn dies der Fall ist, hat sich das auch beim Gasgeben bemerkbar gemacht (die Beschleunigung war beeinträchtigt). Wenn ich eine konstante Geschwindigkeit fahre und anschließend leicht vom Gas gehe, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, ruckelt der Wagen (als ob man schnell hintereinander kurz aber kräftig aufs Gaspedal tippt). Die Zündkerzen wurden vor kurzem erneuert. Was könnte der Grund dafür sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine meiner Lieblingsfragen! Das kann fast alles sein!

Trotzdem ein paar Tips: Zunächst würde ich versuchen, das Leerlaufregelventil zu reinigen. Vielleicht ist es nur verschmutzt und reagiert dann träge. Einfach die drei Schrauben ab und mit viel Bremsenreiniger fluten (2-3 mal) und danach richtig trocknen. Es sitzt oben über der Drosselklappe und ist mit drei 10er Muttern aufgeschraubt.

Das Leerlaufregelventil geht fast nie kaputt, es hakt nur manchmal, wenn es verschmutzt ist. Zweiter Tip: der Temperaturgeber des Kühlwassers! Wenn der defekt ist, kommt auch die Motorsteuerung durcheinander. Oder es ist nur eine momentane Verwirrung des Steuergerätes, hier hilft eine «Ruhepause» (sprich Abklemmen der Batterie für eine Nacht), nach der sich das System neu bootet. Häufig ist dann alles wieder o.k.

Klaus Hell fragt:
Hallo, ich fahre einen Chrysler 300M (BJ- 2001 / Benzin / Automatik.) und habe eine Frage zur Automatik. Ist es z.B. an der roten Ampel empfehlenswerter die Automatik in N zu schalten, oder die Fahrstufe eingelegt zu lassen und abzubremsen, um das automatische Getriebe zu schonen?
Die Automatik besitzt eine Autostick Funktion, mit der es auch möglich ist, mit dem Motor zu Bremsen. Ist dieses Vorgehen sehr schädlich für die Automatik?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Automatik sollte am besten gar nicht geschaltet werden! Bei jedem Wechsel des Fahrbereichs ändert sich der Antriebskraftfluss und belastet durch einen leichten «Ruck» die Antriebselemente. Da das Schalten aber normal und in das System hineinkonstruiert ist, müsste der Chrysler schon 500.000 Kilometer gelaufen sein, bevor hier Verschleiß auftritt, der nur vom Schalten kommt.

Die Autostick-Funktion ist ein manueller Schaltmodus, der extra für europäische Fahrer erfunden wurde. Nach meiner Einschätzung ist er überflüssig, schadet jedoch dem Getriebe nicht (bestimmungsgemäße Nutzung vorausgesetzt!). Zusammenfassend würde ich mit einem automatischen Getriebe genau drei Fahrstufen nutzen: P, D und R!

Bernhard Fleischmann fragt:
Mein Pontiac Bj.91 Automatik springt nicht mehr an wenn der Motor warm gelaufen ist. Ist der Motor noch kalt (nach z. B. 5 min Fahrt) springt er an.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Motortemperaturfühler ist defekt! Er gaukelt dem Einspritzrechner ein kaltes Triebwerk vor, in dessen Folge der Motor zu viel Kraftstoff erhält und «absäuft».

Frank Schwarz fragt:
Hallo, das Heizungsgebläse meines VW Bus T3, Turbodiesel, BJ. 87 funktioniert nur noch auf der höchsten Stufe. Wenn ich den Drehschalter auf die anderen Stufen stelle, dreht sich das Gebläse nicht. Der Schalter an sich ist in Ordnung, den habe ich getestet.

Ich habe mal gehört, dass die Gebläsedrehzahl durch verschiedene Widerstände geregelt wird und dass, wenn einzelne Stufen des Gebläses nicht funktionieren, der entsprechende Widerstand durchgebrannt ist. Ist da was dran? Wenn ja, wo finde ich diese Widerstände, wenn nicht, woran liegt es dann? Danke für die Mühe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das mit dem Widerstand als «elektrische Drossel» für die Stromversorgung des Gebläsemotor ist völlig richtig. Allerdings brennt nicht der Widerstand durch, sondern eine vorgeschaltete «Thermosicherung». Als Ersatzteil ist diese Sicherung nicht erhältlich, jedenfalls nicht bei VW. Dort wird man Ihnen aber gerne den ganzen Vorwiderstand incl. Thermosicherung verkaufen. Macht etwa 90,-- Euro plus Mwst.

Der kluge Mann geht zum einschlägigen Elektronikfachhandel und kauft dort die Temperatursicherung einer Kaffeemaschine mit dem höchsten Temperaturwert (ca. 120 Grad Celsius) für 19 Cent, baut die Widerstandseinheit aus und die Thermosicherung ein. Achtung: Nicht einlöten, sonst ist die neue Sicherung gleich wieder durch!!

Wenn die Reparatur nur kurze Zeit zu 3-stufigem Frischluftvergnügen führt, ist der Motor zu schwergängig und sollte getauscht werden. Zum Wechsel des Gebläses (und auch zum Ausbau der Widerstandseinheit) muss übrigens das Armaturenbrett ausgebaut werden, dauert beim zweiten Mal bloß noch 2 Stunden....

Ralf Ulbrich fragt:
Guten Tag, bei meinem Passat TDI PD BJ2000 (85KW regelmäßige Kundendienste) bemerke ich immer wieder, dass beim schnellen Beschleunigen, bei ca. 2500 U/Min ein relativ starkes «Loch» in der Kraftentfaltung auftritt. Dieser Fehler tritt sporadisch auf und man «nickt» dabei regelrecht.

Die VW Werkstatt hat den Fehler nicht lokalisieren können. Jedoch stört mich dieser Zustand, der sich nicht auf die Witterung oder die Temperatur festlegen lässt, sehr. Der Leerlauf zeigt dabei keine Auffälligkeiten, der LMM wurde schon getauscht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Waren Sie mit dem Auto auch schon mal in einer anderen VW-Werkstatt? Für mich hört sich das nach einem Problem mit dem Steuergerät an, ein typischer «sporadischer» Fehler mit Vorführeffekt. Fragen Sie nach Motorsteuergerät-Software-Updates für Ihr (!!) Steuergerät.
Sollte der VW-Händler keine Idee entwickeln, fragen Sie den freundlichen (möglichst gut beleumundeten) Chiptuner Ihres Vertrauens! Da sitzen manchmal echte «Whiz-Kids», die den so genannten Profis in der Vertragswerkstatt ganz leicht etwas vormachen können...

Stephan Seidel fragt:
Guten Tag, ich habe einen Hyundai Lantra Baujahr 98. Beim Einbau einer elektrischen Antenne ist eine Sicherung vor dem Motor der Antenne durchgebrannt - alle anderen Sicherungen des Wagens sind ok. Nebenbei stellte ich fest, dass Dauerplus an dem vorgesehenen Anschluss nicht das rote, sondern das blaue Kabel ist.

Nachdem die Sicherung ausgewechselt war, funktionierte die Innenbeleuchtung und die Borduhr nicht mehr. Daraufhin war ich mit dem Wagen in der Werkstatt. Seitdem geht wieder alles, aber nur, wenn der Zündschlüssel mindestens auf ACC steht - das Radio vergisst seine Einstellungen, ebenso wie die Borduhr die Zeit, die Innenbeleuchtung geht sonst ebenfalls nicht. Was kann ich machen oder muss der Wagen nochmals in die Werkstatt ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch ist das ganz einfach: Die «Dauerstromversorgung» ist unterbrochen. Praktisch braucht man zur Lokalisierung des Kabelweges einen Schaltplan! Auf jeden Fall müsste eine Sicherung durchgebrannt sein. Suchen Sie in der Sicherungstabelle in der Bedienungsanleitung nach der Sicherung, die für die Innenbeleuchtung, die Borduhr und das Radio zuständig ist. Wenn die durchgebrannt ist, haben Sie den Übeltäter. Und wenn Sie nach dem Wechseln immer wieder durchbrennt, sollten Sie Ihre neue Antenne ausbauen und wegwerfen (die hat dann nämlich einen Kurzschluss!)

Heinz Straten fragt:
Mein Opel Vectra Kombi, Baujahr 1997, Automatik, Benziner, geht beim Stehen vor der Ampel immer aus. Zunächst läuft alles normal, dann nach 6-7 Sekunden erhöht sich die Drehzahl und dann fällt sie sofort ab und der Motor ist aus. Vor kurzem ist der Wagen sogar beim Fahren plötzlich ausgegangen. Keine Werkstatt konnte mir helfen. Liegt es an der Elektronik?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Antwort: Ich tippe eher auf die Elektrik (die natürlich die Elektronik beeinflusst!). Genauer gesagt halte ich das Drosselklappenpotentiometer für den Übeltäter. Die Schleifbahn ist in der Leerlaufstellung sicher abgenutzt und liefert keinen oder nur falsche Werte an den Einspritzcomputer.

Die Leerlaufregelung versucht jetzt mehr Gas zu geben, das hilft aber gegen fehlende Informationen über die Stellung der Drosselklappe auch nicht weiter. Wenn die Verwirrung des Einspritzcomputers total ist, stellt der seine Kraftstoffzulieferberechnungen ein und der Motor geht aus......

Unter dem Strich als Werkstattinformation: Prüfung der Leerlaufregelung unter besonderer Beachtung des Drosselklappenpotentiometers.

Andreas Riedel fragt:
Bei meinem Mercedes Benz 300CE Coupe (Bj 1990,Automatik, Benziner, 180000 Kilometer) ist der Benzinverbrauch in den letzten 2 Jahren stark angestiegen. Bei ruhiger Fahrweise hatte ich immer um die 10-11 Liter verbraucht, mittlerweile liege ich bei verhaltener Fahrweise bei rund 14 Litern.

Es wurde in der Zwischenzeit die Zylinderkopfdichtung gewechselt und auch die Ventildeckeldichtung, leider ist der Zylinderkopf nach außen hin noch nicht hundertprozentig dicht, es wurde nachgebessert, aber ich weiß noch nicht ob er jetzt ganz dicht ist.

Der Ölverbrauch liegt bei ca. 0,5 Litern auf 1000 Kilometern, Kühlwasserverlust ist nicht feststellbar. Die Werkstatt ist ratlos. Nach Benzin riecht das Auto nicht wenn ich es in die Garage stelle. Zum ersten mal ist mir der Mehrverbrauch aufgefallen, als ich die Originalfedern von MB eingebaut habe, vorher war das Fahrzeug ca. 65 mm tiefer, aber soviel schlechter kann die Aerodynamik doch nicht sein, auch wenn es an der Höchstgeschwindigkeit ca. 10 Stundenkilometer ausgemacht hat, die der Wagen jetzt schlechter läuft. Die Vorderachse habe ich einstellen lassen. Vielen Dank schon mal für die Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde mal (ist nicht teurer als eine Diagnose bei Mercedes) den Temperaturfühler für die KE-Jetronik (die müsste bei Ihnen unter der Haube stecken!) und die Lambdasonde wechseln. Der Temperaturfühler ist faktisch nicht diagnostizierbar, die Temperaturkurve im Fahrbetrieb ist einfach nicht zu simulieren. Der Wechsel sollte die Gasannahme deutlich verbessern. Eine defekte Lambdasonde kann den Verbrauch bei ansonsten identischen Fahrumständen um gut 3 Liter auf 100 Kilometern nach oben drücken! Die Preise (aus der Erinnerung!): Fühler 42,- Euro, Sonde 115,- Euro.

W. Fischer fragt:
Ich habe einen Opel Sintra 2,2 mit manuellem Schaltgetriebe. Zwischen Motor (Kupplung) und Getriebe tropft ganz leicht Getriebeöl. Ist es möglich, mit «Ölabdichtmitteln» das Getriebe dicht zu bekommen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Grund der Undichtigkeit ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein undichter Wellendichtring (Simmerring) zwischen Motor und Getriebe. Vorausgesetzt, Sie bekämen das «Ölabdichtmittel» in Ihr Getriebe, würde es den Simmerring etwas quellen lassen und ihn dadurch wieder zum Dichten bringen. Das funktionert meistens ganz gut.

Aber: Das Mittel beeinflußt leider auch andere Kunststoffteile im mit Getriebeöl umspülten Bereich. Das Resultat könnte ein kapitaler Getriebeschaden durch mangelhafte Schmierung der Wellen und Lager im Getriebe sein. Ich rate also dringend ab, dieses Experiment zu starten!!


David Meiser fragt:
Hallo, in letzter Zeit tritt bei meinem Mercedes Benz 200 D (Limousine, BJ 1989 DieselSchaltgetriebe ca. 210 000 km) folgendes Problem auf: Der Kupplungspunkt hat sich verändert. Mir passierte es einmal, als ich die Kupplung kommen ließ, dass ich das Gefühl hatte, sie bliebe «hängen» und der Motor würde hochdrehen. Ist eventuell die Kupplung defekt und muss ein Austausch vorgenommen werden?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie die Hydraulikleitung zwischen Geber und Nehmerzylinder der Kupplungsbetätigung und die Geber- und Nehmerzylinder überprüfen und ggf.wechseln; dabei empfiehlt sich gleich ein Wechsel des Druckmediums. Der Druckschlauch weitet sich wahrscheinlich und läßt den Druck nicht dahin kommen, wohin er soll....

Stefan Kaiser fragt:
Ich fahre einen Ford Focus Kombi, Bj. 2002, 90 PS TDDI mit Schaltgetriebe. Prinzipiell bin ich mit dem Wagen zufrieden, aber: Von mir nicht bekannten Faktoren beeinflusst ruckelt der Diesel so stark, das man meint, auf einem alten Deutz-Schlepper zu sitzen. Dies ist nur machmal so und hält während der ganzen Fahrt an. Bei der nächsten Fahrt ist es wieder ganz normal. Ausserdem verbraucht der Wagen «'Unmengen» von Kühlmittel. Bei der letzten Inspektion im November 2004 hat man in einer Ford-Werkstatt das Kühlsystem auf Undichtigkeiten überprüft und dies auch über mehrere Stunden mit erhöhten Druck versucht, aber nichts feststellen können. Trotzdem verbraucht der Wagen etwa 1 Liter Kühlmittelgemisch auf 500 km.

Autopapst Andreas Kessler anwortet: Die Prüfung des Kühlsystems auf Undichtigkeiten war nur der erste Schritt zur Diagnose (warum die Werkstatt nicht weiter geprüft hat, weiß ich nicht!). Wahrscheinlich hat der Zylinderkopf einen Riß bzw. die Zylinderkopfdichtung eine undichte Stelle, durch die kleine Mengen von Kühlmittel in den Verbrennungsraum eindringen und dort «mitverbrannt» (besser: mitverdampft) werden. Das erklärt das Ruckeln (Wasser im Verbrennungsraum stört die Verbrennung und führt zu Aussetzern bzw. Ruckeln) und den schleichenden Kühlwasserverlust.

Sinnvoll ist zunächst eine Prüfung des Kompressionsdrucks. Sollte das keine Ergebnisse bringen, muß der Kopf demontiert und überprüft werden (leider ist das Fahrzeug nicht mehr in der Gewährleistungsphase, die Kosten gehen also zunächst zu Ihren Lasten. Vielleicht ein Grund der «nachlässigen» Prüfung des Kühlsystems!)

Manfred Weiss fragt:
Mein Ford Sierra (Baujahr 91) fängt ab einer Geschwingikeit von ca. 40 km/h im dritten oder vierten Gang zu zittern an. Das hört auch bei höherer Geschwindigkeit nicht auf. Im Leerlauf zittert er allerdings nicht.

Autopapst Andreas Keßler antwortet:

Des Rätsels Lösung liegt in der Kardanwelle! Ich tippe auf ein defektes Mittellager oder defekte Kreuzgelenke. Die Hardyscheiben an Getriebe und Differential kommen schließlich auch in Frage. Ein Blick unter das Auto (das auf einer Hebebühne stehen sollte!) sagt hier fast alles....

Jörg Siebert fragt:
Mein VW T4 Diesel (kein TDI) Baujahr 1995 mit 2500 ccm Hubraum und 75 PS hat einfach keine Kraft. Besonders wenn es nur leicht Berg auf geht wird man mit dem Auto zum Schleicher. Gibt es sinnvolle Möglichkeiten dem Wagen etwas mehr Kraft zu verschaffen? Denn selbst die Werkstatt wunderte sich über die Trägheit, fand aber nichts auffälliges.

Autopapst Andreas Keßler antwortet:

Zuallererst müssen die Zahnriemen (Einspritzpumpe und Nockenwelle) geprüft werden. Unter Umständen stimmen die Steuerzeiten durch fehlende Zähne nicht mehr und die Fuhre kommt einfach nicht in Fahrt. Der Wechsel ist unbedingt Werkstattsache, insbesondere der Keil-Verbindung zwischen Kurbelwelle und Zahnriemenrad ist dabei Aufmerksamkeit zu schenken. Sollten die Zahnriemen erst kürzlich gewechselt worden sein, könnte das Potentiometer für die Gasbetätigung (beim Benziner heißt das Ding Drosselklappenpotentiometer, der Diesel hat aber keine Drosselklappe...) verantwortlich, also verschlissen, sein. Eine kleine und billige Möglichkeit ist eine lose oder herausgefallene Schraube an der Ladedruckdose des Turboladers. Wenn diese lose ist, ist es vorbei mit dem Ladedruck und der Turboherrlichkeit...

David Adam fragt:
Wenn ich meinen BMW 318i BJ 1997, Limousine 115 PS, am Morgen starte, muss ich immer 30 Sekunden warten, bevor ich anfahren kann. Würde ich vorher losfahren, würgt der Wagen ab. Im Leerlauf hat das Auto aber von Anfang an eine konstante Drehzahl. Sobald der Wagen etwas warm ist, kann man normal Gas geben, ohne dass das Auto aus geht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Höchswahrscheinlich zieht der Motor irgendwo Nebenluft; im warmen Zustand ist das nicht so schlimm, im kalten Zustand magert er allerdings stark ab und droht aus zu gehen. Versuchen Sie mal folgendes: Bei warmen Motor den Bereich des Ansaugkrümmers (insbesondere der Dichtung zwischen Krümmer und Zylinderkopf) mit einer leicht endzündlichen Flüssigkeit (z. B. Bremsenreinigerspray) ansprühen. Wenn der Motor dabei deutlich hoch dreht, haben Sie die undichte Stelle gefunden. Und, noch eins: Wenn Sie keine Schraubererfahrung haben, lassen Sie diesen Trick! Es besteht Brandgefahr! Eine Werkstatt kommt mit dem Stichwort «Nebenluft im kalten Zustand» schneller zum Ziel....

Heinz Müller fragt:
Ford Mondeo Turnier Modell 98
Baujahr 98, 2-l-Benziner/Schaltgetriebe Standardausstattung zzgl. beheizte Frontscheibe und ASR. Problem: Bei Temperaturen unter -5°C funktionieren die Türschlösser (Fahrer/Beifahrer) nicht mehr. Einstieg nur noch über funktionsfähiges Schloss an Heckklappe möglich. Im Wagen angekommen kann man die Türen von innen mechanisch öffnen, jedoch die ZV bleibt weiter im geschlossenen Zustand. Nach einiger Fahrt (Innenraum erwärmt sich) kommt die ZV - Motoren hörbar - ZV und Türschlösser bedienbar. Auskunft Ford-Werkstatt: Keine Ahnung, aber mit dem Schlüssel kann man die Tür immer mechanisch entriegeln - Testergebnis an beiden Türen: Schlüssel 'dreht durch' - Tür bleibt Zu. Was ist defekt? Was kann man machen? Wir fahren am Samstag mit Gepäck in die kalten Berge und mir graust es schon vor den Schlossproblemen...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Um Ihren Start in den Urlaub nicht zu gefährden, antworte ich Ihnen schnell direkt! Ich vermute folgendes: Die Servos (kleine Elektromotoren, die entweder durch das Fernbedienungs-Signal oder mechanisch durch den Schlüssel angesteuert werden), sind eingefroren. Das sind sie deswegen, weil sie offenbar naß sind (durch Kondenswasser? Durch Scheibendichtung eingedrungenes Wasch- oder Regenwasser?) und weil es kalt (unter 0 Grad Celsius) ist. Problemlösung: Die aufgetauten Servos großzügig erst mit Türschloßenteiser (verdrängt das Wasser) und danach mit Silikonöl einsprühen (um erneutes Eindringen von Wasser zu verhindern). Das geht natürlich nur, wenn vorher die Türverkleidung entfernt wurde (Details dazu stehen in den einschlägigen Reparaturanleitungen, gibt es in Kaufhäusern und Buchhandlungen). Ich hoffe, ich konnte zur Problemlösung und zum Urlaubserfolg beitragen...!


Gerburgis Lievenbrück fragt:
Bei meinem Ford Escort Turnier, Baujahr 1997, geht bei nasskaltem Wetter nach dem ersten Bremsen der Motor immer wieder aus. Ich habe es bei dem Benziner schon mit einem anderen Motorenöl (5 W 40) probiert. Geholfen hat es nichts. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich vermute als Grund für Ihre Probleme poröse Zündkabel! Gerade bei feuchter Witterung findet die sehr hohe Zündspannung nicht zu den Zündkerzen, sondern schleicht sich bereits auf dem Weg dorthin durch mikroskopisch kleine Risse in der Isolierung der Kabel über die Fahrzeugmasse (Minuspol der Fahrzeugelektrik) davon.

Zum Überprüfen empfehle ich folgendes: Öffnen Sie bei Dunkelheit und laufendem Motor die Motorhaube und sprühen Sie mit einem Wasserzerstäuber (Blumenspritze) salziges Wasser auf die Zündkabel. Wenn meine Vermutung zutrifft, müßten Sie kurz darauf ein lustiges Feuwerwerk aus kleinen blauen Funken sehen, die zwischen Kabel und dem nächstgelegenen Metallteil des Motors überspringen. Wenn das so ist, sorgt ein neues «Zündgeschirr» für Abhilfe! Das gibt es bei Ford als Orginalteil (teuer) oder beim Autozubehörhändler für die Hälfte.

Robert Flohr fragt:
Problem: Wenn ich meinen Daimler, 260E, Baujahr '87, steht übrigens in der Tiefgarage, morgens starte, muss ich länger als normal warten, bis er «hochgeleiert» anspringt. Der Wagen ist schon etwas älter, jedoch fand der Tüvprüfer im November '04 nur lobende Worte über den Zustand.
Ich habe jetzt neue Zündkerzen installieren lassen und die Batterie überprüft (12,7 Volt), aber immer noch das gleiche Problem. Haben Sie eine Idee?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Kerzenwechsel allein hilft da meist nicht weiter! Gerade bei Ihrem alten «Schätzchen» sollten mal die Verteilerkappe und die Zündkabel nebst Steckergetauscht werden. Das wirkt oft Wunder, und der Leerlauf verdient dann seinen Namen auch wieder!