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Ex-VW-Betriebsratschef Volkert gibt Fehler zu

23. Feb 2008 14:19

Volkert bereut vor allem, was er seiner Familie angetan hat
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Foto: dpa
Er habe «wahrscheinlich vielen geschadet», hat Volkert eingeräumt. Der ehemalige Betriebsratschef von VW rechtfertigte sich aber auch: «Alle haben doch profitiert.»
Der am Freitag zu einer Haftstrafe von fast drei Jahren verurteilte Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert hat in der Affäre um Untreue und Lustreisen auf Firmenkosten Fehler eingeräumt. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» gab Volkert zu, «wahrscheinlich vielen geschadet» zu haben, auch dem Mitbestimmungsgedanken.

«Das Schlimmste ist wirklich, was ich meiner Familie angetan habe.» Zugleich klagte er die IG Metall an, keine Lehren aus der Affäre gezogen zu haben. Da werde «doch alles totgeschwiegen». Letztlich fordere die Mitbestimmung «einen derart großen Spagat, dass es einen irgendwann zerreißt, egal wie charakterfest man ist».

Volkert verteidigte jedoch auch das alte System: «Alle haben doch profitiert. Der Konzern brummte, nie gab es bessere Tarifverträge für die Beschäftigten.» Auf die Frage, ob die ganze VW-Affäre hinter dem Rücken von Piëch stattgefunden haben kann, sagt Volkert: «Wer die damalige Gesamtkonstellation im Unternehmen kennt, kann sich schwer vorstellen, dass all das ohne Piëch gelaufen ist.» Im VW-Konzern habe es «nur wenig gegeben, was er nicht wusste».

Volkert zeigte sich verärgert über die Ungleichbehandlung des ebenfalls über die VW- Affäre gestolperten Ex-Personalvorstands Peter Hartz. Im Gegensatz zu Hartz habe die Staatsanwaltschaft ihm «nie einen Deal angeboten». Neben einer Bewährungsstrafe bekomme Hartz vom VW-Konzern weiter seine volle Betriebsrente von 16.000 Euro monatlich, Volkerts Altersbezüge wurden dagegen «um 50 Prozent gekürzt». (dpa)



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